Friedrich Altrichter wurde am 03.09.1890 in Berlin
geboren und trat am 16.03.1910 als Fahnenjunker dem Grenadier-Regiment 10 bei.
Nach Besuch der Kriegsschule in Neiße, vom 01.11.1910 bis zum 31.07.1911 und
der Gewehrfabrik in Danzig vom 01.05.1914 bis zum 31.07.1914, wird Altrichter
im Rahmen seines Regiments in den ersten Kämpfen des 1. Weltkriegs eingesetzt.
Altrichter war bereits am 18.08.1911 zum Leutnant befördert worden.
Am 02.08.1914 wird er Adjutant beim Ersatz-Bataillon des Regiments, am
20.09.1914 bei der Etappen-Inspektion der 9. Armee und am 16.05.1915 bei der
99. Reserve-Infanterie-Brigade, wo er am 18.08.1915 zum Oberleutnant befördert
wird.
Am 24.11.1917 erfolgte die Versetzung in den Stab des I. Bataillons des
Reserve-Infanterie-Regiments 230, wo er ab dem 07.12.1917 eine Kompanie erhält
und 7 Tage später Kommandeur des I. Bataillons wird.
Am 05.01.1918 wechselt er als Batteriechef zum Reserve-Feldartillerie-Regiment
50 und wird am 11.02.1918 zum 2. Generalstabsoffizier im Stab der 50.
Reserve-Division ernannt. Doch bereits am 05.05.1918 kehrt er als Batteriechef
zum Reserve-Feldartillerie-Regiment 50 zurück, um am 16.05.1918 wieder 2.
Generalstabsoffizier zu werden.
Am 10.08.1918 wird Altrichter Kompaniechef beim Reserve-Infanterie-Regiment
230 und am 15.09.1918 wieder 2. Generalstabsoffizier in der 50.
Reserve-Infanterie-Division, wo er am 20.09.1918 zum Hauptmann befördert wird.
Am 12.11.1918 zum Kompaniechef im Reserve-Infanterie-Regiment 229 ernannt,
übernimmt er am 10.04.1919 eine Kompanie im Grenadier-Regiment 10, am
01.05.1919 beim Reichswehr-Infanterie-Regiment 12, am 15.02.1920 im
Infanterie-Regiment 11 und am 01.10.1920 im Infanterie-Regiment 7. Außerdem
hatte er im Jahre 1919 geheiratet. Aus dieser Ehe geht mindestens eine Tochter
hervor.
Nach dem Wechsel als Ausbilder an die Infanterieschule, am 01.02.1929, erhält
er am 01.12.1931 die Beförderung zum Major und am 01.10.1933 die Ernennung zum
Offizier für Sonderaufgaben beim Chef der Heeresleitung und ist nach Aufnahme
seines Studiums Dozent für Wehrwissenschaft und Wehrpsychologie an der Uni in
Frankfurt am Main.
Vom 01.03.1934 bis zum 06.10.1936 ist er Bataillonskommandeur beim
Infanterie-Regiment 9 in Potsdam, wo er am 01.10.1934 zum Oberstleutnant
befördert wird. Weiterhin promoviert er am 11.06.1936 zum Dr. phil an der
Universität Heidelberg.
Altrichter wird am 06.10.1936 Leiter des Lehrgangs "D" an der
Kriegsschule in Dresden und dort am 01.04.1937 zum Obersten befördert.
Zugleich übernimmt er vom 02.05.1938 bis zum 08.10.1938 das Kommando über das
Infanterie-Regiment 54. Am 10.11.1938 ist er Leiter der Lehrgruppe "A"
an der Dresdner Kriegsschule und wird am 26.08.1939 zum Kommandeur des
Infanterie-Regiments 188 ernannt. Als solcher nimmt er am Polenfeldzug teil.
Am 15.01.1940 wird er Kommandeur der Infanterie-Lehrgänge der 164.
Infanterie-Division und nach dem Frankreich-Feldzug in die Führer-Reserve
versetzt.
Am 10.10.1940 zum Kommandeur der Infanterie-Lehrgänge der
71.
Infanterie-Division ernannt, wird er am 25.03.1941 erneut in die Führer-Reserve
versetzt, wo er am 01.04.1941 zum Generalmajor befördert wurde.
Am 12.07.1941 wird er mit der Führung der
1. Infanterie-Division beauftragt und
erhält am 04.09.1941 das Kommando über die
58. Infanterie-Division.
Nach erneuter Versetzung in die Führer-Reserve vom 03.04.1942 bis zum
01.06.1942, übernimmt Altrichter das Kommando über die 154. Division, der
späteren 154. Feld-Ausbildungs-Division. Hier erhält er am 10.04.1943 die
Beförderung zum Generalmajor. Später wird die Division in 154.
Infanterie-Division umbenannt.
Am 17.04.1945 wird er zum Befehlshaber des Feldausbildungskorps "Mitte"
ernannt und gerät als solcher am 08.05.1945 in sowjetische
Kriegsgefangenschaft.
Dr. phil. Friedrich Altrichter verstarb am 14.04.1949 im Gefangenlager Bedaik
in Ostsibirien.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Fahnenjunker |
16.03.1910 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK |
??? |
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Fähnrich |
00.00.1910 |
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Ehrenkreuz für Kriegsverdienste von Sachsen-Meiningen |
00.00.1915 |
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Leutnant |
00.00.1911 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
00.00.1916 |
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Oberleutnant |
??? |
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Hamburger Hanseatenkreuz |
00.00.1917 |
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Hauptmann |
??? |
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Ehrendegen verliehen durch das Herzogl. Sachsen-Meining. Hofmarschallamt |
00.00.1920 |
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Major |
01.12.1931 |
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Kyffhäusergedenkmünze |
00.00.1922 |
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Oberstleutnant |
??? |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
00.00.1935 |
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Oberst |
01.04.1937 |
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Dienstauszeichnung I. Klasse |
00.00.1936 |
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Generalmajor |
01.04.1941 |
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
00.00.1939 |
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Generalleutnant |
10.04.1943 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
00.00.1939 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
??? |
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Deutsches Kreuz in Gold |
24.01.1942 (23.01.1942) |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
??? |