Generalmajor Eckhard
von Geyso



Eckhard von Geyso wurde am
25. Mai 1891 in Charlottenburg geboren.
Am 18. Juni 1910 trat er für eigentlich zwei vorgesehene Jahre in das 3.
Garde-Grenadier-Regiment „Königin Elisabeth“ ein und wurde am 30. Oktober 1910
zum Unteroffizier, am 21. Februar 1911 zum Fähnrich und am 18. November 1911
zum Leutnant im selben Regiment befördert. Ab dem 18. Juni 1915 war er
Ordonnanzoffizier im 262. Reserve-Infanterie-Regiment und ab dem 3. September
1916 bis zum 20. Februar 1917 Adjutant des I. Bataillons des Regiments. In
dieser Dienststellung wurde er am 27. Januar 1917 zum Oberleutnant befördert.
Anschließend war er bis zum 8. Februar 1918 Regimentsadjutant und übernahm
dann als Führer die 10. Kompanie des Regiments. Am 3. März 1918 wird er
Ordonnanzoffizier beim Generalstab des XIV. AK’s und ab dem 19. April 1919 ist
er Kompanieführer im 7. Grenadier-Regiment. Für seinen Einsatz im 1. Weltkrieg
erhält er beide Eiserne Kreuze von 1914.
Mit dem 9. Juli 1919 wird er in ein Regiment der Reichswehr versetzt und
wechselt von dort am 20. Februar 1920 als Kompanieoffizier zu einem anderen
Regiment der Reichswehr. Vom 1. Januar bis zum 1. Oktober 1921 ist er
Kompanieoffizier in der 8. Kompanie des 8. Infanterieregiments. Hierbei nimmt
er im Juli/September 1921 an einem Pionierlehrgang beim 3. Pionierbataillon
teil und ist anschließend bis zum 1. Oktober 1923 Kompanieoffizier bei der 6.
Kompanie des 8. Infanterieregiments. In dieser Zeit belegt er von Dezember
1921 bis April 1922 einen Nachrichtenlehrgang beim 3. Nachrichtenbataillon.
Am 1. Oktober 1923 wird er Adjutant des 8. Infanterieregiments und verbleibt
in dieser Stellung bis zum 1. April 1927. Hier wird er am 1. Mai 1924
Hauptmann. Anschließend ist er bis zum 1. Oktober 1932 Chef der 4. (MG)
Kompanie des Regiments und nimmt in dieser Zeit an verschiedenen Lehrgängen zu
Infanteriegeschützen und MG’s in Döberitz und Wunsdorf teil. Bis zum 1.
Oktober 1933 ist er als Rittmeister dem 10. Reiterregiments zugeteilt und
danach für ein Jahr bei einem Militärstab in Breslau, wo er am 1. Januar 1934
zum Major ernannt wird. Anschließend ist er dort bis zum 1. Mai 1935 Adjutant.
Nach dieser Dienststellung übernimmt er als Kommandeur das II. Bataillon des
IR Crossen, später IR 29, und wird am 1. August 1936 Oberstleutnant. Mit dem
10. November 1938 ist er Kommandeur des I. Bataillons vom
Grenz-Infanterie-Regiment 121. Am 5. September 1939 übernimmt er, bereits mit
Wirkung vom 1. Februar 1939 zu Oberst befördert, von Oberst Pilz die Führung
des IR 121 und wird mit dem 24. Oktober 1939 dessen Kommandeur. Als Kommandeur
des Regiments zieht er durch Polen, nach Frankreich, Griechenland und im
Sommer 1941 nach Russland.
Nach der Verleihung der Spangen 1939 zum EK II und EK I von 1914 erhält er am
4. Oktober 1941 die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres.
Ursprünglich war er für die hierbei zu Grunde liegende Tat vom 25. Juli 1941
in Bessarabien zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vorgeschlagen worden. Am
18. Oktober 1941 erhält er als erster Angehöriger der 50. ID das Deutsche
Kreuz in Gold verliehen.
Nach den schweren Kämpfen beim ersten Angriff auf Sewastopol auf der Krim im
Winter 1941/1942 verlässt er das IR 121 und damit die
50. ID am 19. Februar 1942 und übernimmt als Kommandeur am 21. April das
IR 489 der 269. ID am Ladoga-See bei der Heeresgruppe Nord, nachdem er vom 20.
Februar bis zum 12. April 1942 in der Führerreserve des OKH gestanden hatte.
Bereits am 1. September 1942 erhält er das Kommando über den
Truppenübungsplatz Döberitz und wird genau einen Monat später zum Generalmajor
befördert.
Am 1. Juli 1943 folgte seine Kommandierung zur 709. ID, welche Anfang Mai 1941
aufgestellt worden war, ab Juni 1941 in der Bretagne und nun – seit Dezember
1942 – in der Normandie lag. Am 10. Dezember 1943 erkrankt er schwer und
befindet sich im Lazarett bzw. anschließend bis zum 20. März 1944 in der
Führerreserve des OKH. Danach wird er in einem Kommando in Böhmen und Mähren
verwandt und übernimmt am 1. Juni 1944 die Division Nr. 193. Bei dieser
Division handelte es sich um Ersatztruppen, der Standort war Prag.
Mit der Kapitulation gerät auch Generalmajor von Geyso am 8. Mai 1945 in
sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde erst am 8. Oktober 1955 aus dieser
entlassen.
Er verstarb am 16. Juli 1982 im Alter von 91 Jahren in Berlin.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Danke
Hannes