Hans Schittnig wurde am
26.07.1894 in Gütersloh als Sohn des Bankmanagers Emil Schittnig und seiner
Frau Johanna, geb. Schaeffer, geboren und trat am 07.04.1913 als Fahnenjunker der Armee bei, wo er
zunächst beim Infanterie-Regiment 98 seine militärische Grundausbildung
erhielt und ab dem 18.02.1914 an die Kriegsschule Hannover kommandiert wurde.
Mit Beginn des 1. Weltkrieges gehörte er ab dem 02.08.1940 zum
Reserve-Infanterie-Regiment 130, wo er ab dem 09.03.1916 die Führung einer
Kompanie übernimmt. Als solcher wechselt er am 13.12.1916 als Führer der 12.
Kompanie zum Reserve-Infanterie-Regiment 73, wo er schließlich am 16.04.1917
in Gefangenschaft gerät, aus der er am 11.03.1920 entlassen wird.
Zurück in der Heimat gehörte er mit
seiner Entlassung aus der Gefangenschaft zum Reichswehr-Infanterie-Regiment
19, bzw. ab dem 16.05.1920 zur Technischen Abteilung 3. Schittnig wechselte
dann am 29.11.1920 zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 110, bzw. am 18.12.1920
zum Infanterie-Regiment 17. Von dort kommt er am 01.10.1923 zum
Reiter-Regiment 15 und wird gleichzeitig zur geheimen Führer-Ausbildung
kommandiert. Ab dem 01.10.1924 dann wieder im Infanterie-Regiment 17, wird er
dort am 15.02.1926 zum Chef der 7. Kompanie, bzw. am 01.10.1930 der 4.
Kompanie ernannt.
Nach dem Wechsel in den Stab der 6. Division, am 01.04.1934, kommt Schittnig
ab dem 01.10.1934 in den Stab des VI. Armee-Korps und ist ab dem 01.10.1935
Kommandeur des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 60, bzw. ab dem
06.10.1936 des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 79.
Am 12.10.1937 übernimmt er den Posten eines Abteilungschefs in der
Heeres-Feldzeugmeisterei und wechselt am 10.11.1938 in den Stab der
Feldzeug-Inspektion unter Generalmajor Greib.
Zum Oberst befördert, gehört Schittnig ab dem 05.07.1940
als Kommandeur zum
Infanterie-Regiment 512, wird aber am 07.02.1942 in die Reserve versetzt, um
ab dem 08.05.1942 das Kommando des
Infanterie-Regiment 65 zu übernehmen. Ab dem 20.08.1942 dann wieder in der
Reserve, wird er am 18.12.1942 zum Kommandeur der
Feldzeug-Verwaltung III ernannt und übernimmt, nach einer erneuten Versetzung
in die Reserve am 15.05.1944, am 01.10.1944 das
Kommando über die
1. Infanterie-Division, die er am 28.02.1945 an
Generalleutnant
Henning von
Thadden abgibt und wieder in die Führer-Reserve wechselt.
Ab dem 03.05.1945 in Gefangenschaft, wird er am 27.06.1947 wieder entlassen.
Hans Schittnig verstarb am 08.11.1956 in München.