Generalmajor Helmuth Strempel






Helmuth Werner Strempel wurde am 26.
Oktober 1905 in Berlin geboren.
Nach seinem Eintritt in die Reichswehr am 1. April 1923 zum Reiter-Regiment 9 in Fürstenwalde wird er bei der 2. Schwadron des
Reiter-Regiments 9 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Mai 1930 dient er in der
4./Reiter-Regiment 9 und mit dem Stichtag 1. Mai 1932 in der 2. Schwadron des
Regiments. Am 03.09.1932 erhält er die Erlaubnis zur Heirat mit Frau Barbara
Schaller. Außerdem erhält er Ende 1934 acht Tage Auslandsurlaub zur
Beisetzung seines schwerkranken Bruders nach Bern.
Am 10. November 1938 ist er Chef der 10. Schwadron des
Kavallerie-Regiments 18 und wird noch vor Kriegsausbruch zum Rittmeister
befördert. Die Schwadron ist die Nachrichteneinheit des Regiments.
Mit dem 1. September 1939 ist er als Hauptmann und Ia bei der
52. Infanterie-Division, welche
in der Saarpfalz liegt, eingesetzt. Ab dem 21. April 1941 wird er zunächst in
die Führer-Reserve versetzt und mit Wirkung vom 01.06.1941 in die
Führer-Reserve Rumänien versetzt und zugleich zum Generalstab der 1. Armee
kommandiert. Er wird er dort allerdings vom 22.04. bis zum 31.05.1941 als
Vertreter des Ic eingesetzt. Die Armee liegt zu dieser
Zeit unter
Generaloberst Blaskowitz im Westen bei der Heeresgruppe D.
Am 02.06.1941 wird er Führer des Divisions-Verbindungs-Kommandos 8. Ab dem
30. Oktober 1941 ist er stellvertretender Ia des XXXXII. AK, welches gerade
vom Raum Leningrad bei der 18. Armee und kurze Zeit später auf die Krim zur 11. Armee verlegt. Schon
am 5. November wird er stellvertretender Chef des Generalstabs beim XXXXII. AK
und nur 6 Tage später stellvertretender Id der 11. Armee.
Am 16. Dezember wechselt er abermals seine Verwendung und wird Führer des
Divisions-Verbindungs-Kommandos 16 bis er am 31. Dezember 1941
stellvertretender Ia der
46. Infanterie-Division wird. Am 6. Januar 1942 kommt er dann zur
50. Infanterie-Division und wird ihr Ia.
Mit Wirkung vom 1. März 1942 wird er zum Oberstleutnant i.G. befördert und
verlässt die
50. Infanterie-Division kurz darauf wieder.
Strempel wird in die Führer-Reserve des OKH versetzt unter gleichzeitiger
Kommandierung als Ia in den Generalstab der 113. Infanterie-Division. Vor und während der Eroberung der Festung Sewastopol
im Sommer 1942 ist er in der Literatur als Verbindungsoffizier des XXX. AK zur
1. rumänischen Gebirgsdivision, aber auch als Ia der 113. Infanterie-Division zu finden. Dieser
Fakt bedarf abschließender Klärung. Am 13.03.1942 bescheinigt ihm der
Kommandeur der
50. Infanterie-Division
Schmidt beste Eigenschaften. So gilt Strempel als ansprechende
Persönlichkeit und als Frohnatur. Als beliebter Kamerad, widmet er sich vor
allem auch dem Sport, ist vor dem Feinde bewährt und als krisenfest zu
betrachten. Man sagte ihm nach sich stets um die eigene Truppe zu bemühen
und gewann schnell das Vertrauen sämtlicher Offiziere der Division. Schmidt
attestiert ihm eine Eignung als Ia einer Armee oder den Posten eines
Korpschefs. Einer Verbesserung seines Rangdienstalters im Frühjahr 1942,
befürwortet durch die Division, des LIV. Armee-Korps und des Generalstabs
des Heeres, wird allerdings Ende März 1942 durch das OKH nicht entsprochen.
Am 10.04.1942 erfolgte dann auch die Versetzung als Ia zur 113.
Infanterie-Division.
Ab dem 20. Juli findet er als Ia der
79. Infanterie-Division
eine neue Verwendung, welche sich im Angriff
auf Stalingrad befindet. Mit Rangdienstalter vom 1. Januar 1943 (107b) wird er
zum Oberst befördert und ab dem 10. Januar als Ia der
21. Panzer-Division in
Afrika eingesetzt. In dieser Funktion erhält er am 10. Mai 1943 das Deutsche
Kreuz in Gold. Allerdings findet sich ab dem 01.03.1943 eine vorgesehene
Verwendung als Ia im Generalstab der italienischen 1. Armee, die jedoch mit
dem 28.03.1943 als "nicht wirksam" gemeldet wurde. Mit dem 01.05.1943
erfolgte dann seine Versetzung in die Führer-Reserve. Laut eines Eintrags in
die Personalakte, soll er im Sommer 1943 auch den Posten des Chefs des
Generalstabes beim LXXVI. Armeekorps bekleidet haben. Auch findet sich eine
Nennung als Chef des Stabes beim X. Armee-Korps. Als solcher erfolgte dann
am 15.12.1943 die neuerliche Versetzung in die Führer-Reserve.
Ab April 1944 übernimmt er als Kommandeur das GR 461 der 252. Infanterie-Division bei der 3.
Panzer-Armee im Norden der Ostfront. Im Juli 1944 ist er als Kommandeur der
Divisionsgruppe (Kampfgruppe) Strempel beim X. AK bei der Heeresgruppe Nord eingesetzt.
Am 13. August 1944 erliegt er als Kommandeur des Grenadier-Regiments 461, bei
der Abstellung des Regiments in den Befehlsbereich des Heeresgruppe Nord, auf dem Hauptverbandsplatz Dambri der
Sanitäts-Kompanie 2/23 in der Nähe von Modon/Lettland einer Verwundung.
Nachträglich wird er mit RDA vom 1. August 1944 noch zum Generalmajor
befördert. Am 21.08.1944 hatte die
23. Infanterie-Division den verstorbenen Strempel für eine Beförderung
zum Generalmajor vorgeschlagen.