Udo von Woyrsch
SS-Obergruppenführer und General der Polizei, M.d.R.,
Preußischer Staatsrat


Udo von Woyrsch wurde am 24.07.1895 in
Schwanowitz/Schlesien geboren.
Mit Beginn des 1. Weltkrieges trat er der Kaiserlichen Armee bei und diente
als Leutnant bzw. später als Oberleutnant als Adjutant, MG-Offizier, als
Chef einer Kavallerie-Einheit und als Stabsoffizier eine Kavallerie-Brigade.
Mit Kriegsende tritt er im Februar 1919 dem Grenzschutz "Schlesien"
bei. 1924 heiratet er seine 1. Frau, von der er sich 1933 wieder scheiden
liess.
Nach Beitritt zur NSDAP und zur SS wird er im Juni 1930 zunächst
Gau-SS-Führer "Schlesien" und erhält in dieser Eigenschaft am
13.11.1930 die Beförderung zum SS-Sturmbannführer.
Vom 01.03.1931 bis zum 01.09.1931 übernimmt er die Führung der 16.
SS-Standarte "Unterelbe" in Breslau, sowie zugleich die 23.
SS-Standarte "Oberschlesien" in Oppeln und die 8. SS-Standarte "Niederschlesien"
in Hirschberg. Gleichzeitig erhält er am 01.03.1931 die Beförderung zum
SS-Standarteführer.
Seine nächste Dienststellung erhält er als Führer im SS-Abschnitt VI in
Breslau und ab dem 15.03.1932 als Führer im SS-Oberabschnitt "Südost"
in Brieg. In diese Zeit fällt die "Nacht
der Langen Messer". Dabei spielte Woyrsch eine entscheidende Rolle im
Bezug auf schlesische SA-Männer und deren Tod, wie der des Emil Sembach, den
Woyrsch erschießen ließ.
Nach der Scheidung von seiner 1. Frau (1 Kind), heiratete Udo von Woyrsch im Jahre
1934 Ines von Tschammer und Quaritz, mit der
er 3 Kinder hatte.
Als Vertreter des Wahlkreises 7 (Breslau) kam er in den Reichstag.
Nach der Versetzung in den Stab RFSS am 01.01.1935, was quasi eine
Kaltstellung gleichkam, wird er im August 1938 Führer der "Einsatzgruppe
z.b.V." in Westpreußen.
Nach der Auflösung der Einsatzgruppe wird er am 20.04.1940 zum Höheren SS
und Polizeiführer im SS-Oberabschnitt "Elbe" in Dresden ernannt. Hier
wird er schließlich ebenfalls abgesetzt. Innerhalb der SS galt er als
eingebildet und unhöflich.
Nach dem Krieg befindet er sich zunächst bis 1948 in alliierter
Gefangenschaft und wurde durch die Spruchkammer Bergedorf, wegen
Mitgliedschaft in einer verbrecherischen Organisation zu 20 Jahren Haft
verurteilt und bereits 1952 wieder entlassen. Ein neues Gerichtsurteil
verurteilte ihn 1957 zu weiteren 10 Jahren, wurde aber 1960 wieder
entlassen.
Udo von Woyrsch starb am 14.01.1983 in Schwaben.
