die 33. gehörte zu den letzten U-Boot-Flottillen der deutschen Kriegsmarine, sie entstand erst im September 1944 mit dem Stützpunkt Flensburg und gehörte
somit zum "Führer der U-Boote West" mit Sitz in Bergen/Norwegen, erster Chef war Korvettenkapitän Schewe,
der bereits seit 1941 das Ritterkreuz trug, er wurde schon einen Monat später von Korvettenkapitän Kuhnke
abgelöst, Träger des Ritterkreuzes seit 1940
beide führten nicht nur die letzten deutschen U-Boote im Nordmeerraum, sondern übernahmen noch die Führung der in Ostasien eingesetzten Boote, denen folgende taktische Entwicklung
zugrunde lag:
der noch im Frieden in Tokio residierende Marineattache übernahm sofort nach Kriegseintritt Japans die Führung aller aus Deutschland nach
Ostasien entsandten U-Boote, die von der Marineführung der Dienststelle
"Chef im Südraum", Fregattenkapitän Dommes -
früher Kommandant U 178 und Ritterkreuzträger - unterstellt worden war, seine Dienststelle befand sich zunächst in Singapore, dann in Penang
wie im "Südraum" betreute in japanischen Gewässern der erst im Januar 1945 neugebildete Stützpunkt Kobe (Leiter Korvettenkapitän Kentrat, einer der ersten deutschen U-Boot-Kommandanten und Ritterkreuzträger überhaupt) die dort
ein- bzw. auslaufenden Boote
neben dieser in Japan eingerichteten Führungsstelle existierten noch je eine für den Malaysischen Archipel und die ehemals holländischen Kolonien Java und Sumatra, der erste
Stützpunkt wurde von Korvettenkapitän Erhardt und dem Kapitänleutnant Grützmacher befehligt, der zweite von Korvettenkapitän Dr. Kandeler und Kapitänleutnant Grützmacher, beide waren Offiziere des Hilfskreuzers "MICHEL",
der nach seiner erfolgreichen Kaperfahrt in Japan eingelaufen war, Stützpunktleiter auf Java waren Korvettenkapitän Dr. Kandeler und Kapitänleutnant Hoppe,
sie beide waren ebenfalls Offiziere auf deutschen Hilfskreuzern gewesen
die bisher allein in ostasiatischen Seegebieten tätigen U-Boote wurden ab 1943/44 nun einheitlich von den genannten Stützpunktleitern geführt und
eingesetzt, es handelte sich dabei um 24 Boote verschiedener Klassen und Jahrgänge sowie drei italienische U-Boote, sie waren im Dezember 1943 - nach dem Kriegsaustritt Italiens - von der
deutschen Kriegsmarine in Singapore übernommen worden, hatten neue Bezeichnungen (Nummern) erhalten und fuhren nun Einsätze unter deutschen Offizieren
von den bis Kriegsende im Indischen und Stillen Ozean operierenden deutschen U-Booten wurden in den letzten Kriegswochen (bis zur endgültigen Kapitulation Japans) 13 Boote von den
Alliierten versenkt, während 12 entweder in nordamerikanische oder südamerikanische Häfen einliefen, einige der Boote, die unbedingt noch nach Deutschland kommen wollten, erlitten ihr Ende im Südatlantik, nur U 538
(Fregattenkapitän Junker) kam noch bis Liverpool, doch da war der Krieg schon zu Ende
