Technische Daten (A -7/R 2):
Spannweite:
18,50m
Länge:
16,34 m
Höhe:
4,10 m
Triebwerke:
2 x DB 603 E mit je 1800 PS
Besatzung:
2 Mann
Leergewicht:
8.345 kg
Höchstgeschwindigkeit:
625 km/h
Dienstgipfelhöhe (mit Zusatztreibstoff):
12.000 m
Reichweite:
2.500 km
Bewaffnung:
2 x MG 151/20
(2 cm) in der Rumpfwanne,
2 x MG 151/20 in den Tragflächen,
2 x MK 108 im Rumpf, schräg nach vorn oben starr eingebaut "schräge
Musik" genannt
dieses Flugzeug wird von
Fachleuten als der beste Nachtjäger des II. Weltkrieges bezeichnet, seine
Geburtsstunde schlug eigentlich schon am 28. April 1940,
als Heinkel dem Reichsluftfahrtministerium (RLM)
den Vorschlag für ein Mehrzweckflugzeug unterbreitet hatte, es sollte mit
einem Bugrad und einem Schleudersitz ausgestattet sein, beides Einrichtungen,
mit denen sich die Experten des RLM zunächst nicht befreunden konnten, das
Projekt trug die Bezeichnung He 219 und sollte noch jahrelang zum Zankapfel
zwischen dem Herstellerwerk und dem späteren Generalluftzeugmeister Erhard Milch werden
im
März 1941 erfolgte die Genehmigung zum Bau einer Mustermaschine, Anfang 1942 wurde von Heinkel dann der erste Entwurf für
eine zweisitzige He 219 als Nachtjäger vorgelegt und vom RLM ein Bauauftrag
erteilt, die Entwicklung dieser Nachtjagdmaschine war inzwischen auch dem
britischen Geheimdienst bekannt geworden, bei verschiedenen Luftangriffen
wurde das Heinkel-Werk in Rostock-Marienehe zu 60 Prozent zerstört, der
He-219-Prototyp jedoch nicht beschädigt, Ende 1942
erfolgte der Erstflug der He 219 V-1, und im Frühjahr
1943 kamen die ersten He 219 zum Nachtjagdgeschwader 1, die in die
Maschine gesetzten Erwartungen sollten sich bald erfüllen, in der Nacht zum 12. 6. 1943 schoss z. B. Major Streib bei einem britischen Angriff auf
Düsseldorf fünf Viermot-Bomber ab, und auch in der Folgezeit wurden mit dem "Uhu"
bemerkenswerte Erfolge erzielt
schließlich fiel aber
auch dieses hervorragende Nachtflugzeug, von dem 294 (nach anderen Quellen
274) Stück ausgeliefert worden waren, dem "Jäger-Notprogramm" zum
Opfer, nachdem seine Produktion im November 1944
hatte eingestellt werden müssen