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Panzerzug 27
Aufstellung:
Gliederung:
Stellenbesetzung:
Angehörige:
| A |
B |
| |
Baecker Dr., ??? - Oberarzt
Borries, Hans - Leutnant d.R.
Braunat, ??? - Panzerzugoberschütze |
| C |
D |
| |
Danhausen, Nikolaus - Gefreiter
Dörper, ??? - Gefreiter
Druchleben, ??? - Panzerzugschütze |
| E |
F |
Eckhardt, ??? - Obergefreiter
Emter, ??? - Unteroffizier
Endruweit, ??? - app. Zahlmeister
Eulenfeld, Heinz - Feldwebel |
Feldmann, Kurt - Unteroffizier
Fitze, Otto - Unteroffizier
Florek, ??? - Feldwebel
Frieß, Kurt - Unteroffizier (ROB) und
Richtkreis-Unteroffizier
Fritsch, Josef - Gefreiter |
| G |
H |
Gelbrecht, Max - Unteroffizier und Gruppenführer
Golub, ??? - Gefreiter
Grunow, ??? - Obergefreiter |
Hauser, Hermann - Unteroffizier
Helms, Hermann - Panzerzugschütze
Herzig,
Johann - Unteroffizier
Hölscher, Wilhelm - Panzerzugschütze
Hühnlein, Fritz - Oberfeldwebel |
| I |
J |
| |
Jung, ??? - Panzerzugoberschütze |
| K |
L |
Kämmerer, ??? - Obergefreiter
Kaspar, Johann - Panzerzugoberschütze
Kastrian, Josef - Obergefreiter und stv.
Pionier-Gruppen-Führer
Klingenberg, ??? - Obergefreiter
Köstel, Josef - Lokheizer
Krepper, ??? - Obergefreiter
Kretschmer, ??? - Obergefreiter
Krönke, Willi - Unteroffizier |
Lackner, Hans - Panzerzugschütze
Leonhardt, Karl-Heinz - Obergefreiter
Löfke, Horst - Leutnant d.R. und Infanterie-Zugführer |
| M |
N |
Markard, Viktor - Obergefreiter
Mayer, ??? - Gefreiter
Metz, Jakob - Obergefreiter und Geschützführer
Mostowski, ??? - Panzerzugschütze |
Nagat, Erich - Unteroffizier
Neubert, Kurt - Panzerzugoberschütze
Nimpsch, ??? - Gefreiter
Nutz, Fritz - Oberfeldwebel |
| O |
P |
|
Ossig, Ernst - Unteroffizier |
Pötschke, Otto - Panzerzugschütze
Prasser, ??? - Obergefreiter
Prescher, ??? - Obergefreiter |
| Q |
R |
| |
Rassler, Reinhold - Obergefreiter
Rebhan, ??? - Unteroffizier
Reisinger, Hermann - Unteroffizier und
Richtkreis-Unteroffizier
Ribka, Max - Obergefreiter
Roddewig, ??? - Leutnant |
| S |
T |
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Schaust, Jakob - Gefreiter
Scheurenberg, Horst - Gefreiter
Schikorr, Heinz - Panzerzugoberschütze
Schillings, Hans - Gefreiter
Schneider, ??? - Obergefreiter
Schulz, ??? - Panzerzugschütze
Sill, ??? - Unteroffizier
Speth, Alfred - Gefreiter
Steinkamp, ??? - Panzerzugschütze
Szillat, ??? - Panzerzugoberschütze |
Tiessen, ??? - Panzerzugoberschütze
Torge, Fritz - Unteroffizier
Turowski, ??? - Panzerzugoberschütze |
| U |
V |
| |
Vogel, ??? - Gefreiter |
| W |
XYZ |
|
Witt, ??? - Panzerzugoberschütze
Wuttke, ??? - Obergefreiter |
Zimmer, ??? - Panzerzugschütze |
Kriegseinsatz:
1943
Januar:
a.)
Da der Feind während der Berichtszeit in diesem Abschnitt keine
Angriffsunternehmungen durchführte, durfte der Zug auf Befehl des
Bv.T.O. aus Tarnungszwecken nicht zur Sicherung der Strecke fahren.
Ein Arbeitskommando wurde täglich zu Umbauarbeiten am Bhf. Nowo
Dugino eingesetzt. 1 Bombentrichter an den Gleisen des Bhfs. wurde
ausgefüllt und das Gleis wieder hergestellt.
Panzerlok wurde bei Überfüllung des Bhfs. zu Rangierarbeiten
herangezogen.
Am 17.1.1943 befand sich die Panzerlok zur Kesselwäsche in Wjasma
und wurde dort während eines Fliegerangriffs durch Bombensplitter
getroffen. Die Splitter durchschlugen die Panzerung, die Panzertür
zum Luftsaugeventil ist in der ganzen Länge geplatzt.
Betriebswichtige Teile wurden nicht beschädigt.
Flak wurde zur Flugabwehr eingesetzt.
Nachrichtentrupp stand täglich mit
AOK 9 und
XXXIX. Pz.A.K. in Funkverbindung.
Februar:
a.)
Einsätze:
01.02. - 28.02.1943: Standort Nowo
Dugino, dem XXXIX. Panzer-Armeekorps unterstellt
Aufgabe: Sicherung der Strecke Wjasma-Rshew. Keine Feindberührung, da
der Feind in der Berichtszeit in diesem Abschnitt nur örtliche Angriffe
durchführte.
23.02.1943 - Besichtung des Einsenbahn-Panzerzuges durch Herrn General
Martinek, Kommandierender General des XXXIX. Panzer-Armeekorps mit
Vorführungen
24.02.1943 - Auf befehl des Bv.T.O. 9. Armee wurde der Wohnzug nach
Krasnibor überführt
27.02.1943 - Ankunft des Wohnzuges in Krasnibor
März:
a.)
Einsätze:
01.03. - 23.03.1943: Sicherung der
Bahnlinien bei der Absetzbewegung im Raum Rshew - Wjasma zur Verkürzung
der Front. Keine Feindberührung.
24.03. - 31.03.1943: Sicherung im Raum Mogilew:
27.03.: Sicherungsfahrt
Mogilew-Shlobin
29.03.: Sicherungsfahrt Mogilew-Kritschew. nach Aussage der
Bahnstreife ist der Zug über eine Mine gefahren, die jedoch nicht
zur Entzündung kam.
30.03.: Sicherungsfahrt Mogilew - Drutbrücke (Richtung Ossipowitschi)
31.03.: Sicherungsfahrt Krupki - Prijamino und Krupki - Bobr
April:
a.)
Einsatz: Aufgabe:
Sicherung der Hauptstrecke
Borissow-Orscha, besonders das durch Banden gefährdete Gebiet
zwischen Prijamino und Slawnoje
Die Sicherung wurde in vielen Tag-
und Nachteinsätzen durchgeführt und so die gefährdete Strecke überwacht.
Während dieser Zeit wurde die Strecke 6 mal gesprengt, 4 dieser
Sprengungen wurden vom Eisenbahn-Panzerzug 27 allein beseitigt, bei 2
Sprengungen übernahmen Hilfszüge die Fortsetzung der Arbeit.
Insgesamt wurden von Eisenbahn-Panzerzug 27 10 Wagen aufgegleist, 5
Wagen von den Schienen abgezogen, 1 Wagen gesprengt, 11 Schienen und 35
Schwellen ausgewechselt. Bei 2 Sprengungen wurde entdeckt und
unschädlich gemacht. Bei einer Sprengung waren 4 Güterwagen derartig
ineinandergefahren, daß ein Auseinanderziehen mit Winden und Lok nicht
möglich war. Hierzu wurden beide Panzer abgerollt und erfolgreich
eingesetzt. Der anschließende Einsatz mit den panzern in eine Ortschaft,
wohin die durch Spürhund aufgenommene Spur des Sprengtrupps führte,
blieb erfolglos.
Die Artillerie des Zuges wurde im Berichtsmonat nicht eingesetzt.
Am 16. und 17.04.1943 wurde der Eisenbahn-Panzerzug 27 auf Befehl der
286. Sicherungs-Division auf der Strecke Orscha-Mogilew
eingesetzt. Bei einer Erkundungsfahrt in den Abendstunden des 16.04.1943
wurden 2 verdächtige Personen 4 km südlich von Lotwa an der Strecke
beobachtet. 1 Panzer und 1 Infanteriegruppe wurden ausgebootet und
durchsuchten den angrenzenden Wald und eine Ortschaft, jedoch ohne
Erfolg. In der Nacht vom 16. auf den 17.04.1943 wurde der
Eisenbahn-Panzerzug 27 nach Mogilew zum Schutz des Bahnhofs gerufen.
Dort hatte es nach einem kurzen Bombenangriff ein längeres Feuergefecht
gegeben. Man vermutete einen Angriff von Fallschirmjägern. Da bei
Eintreffen des Kampfzuges alles wieder ruhig geworden war, kehrte der
Kampfzug gegen 01.30 Uhr nach Lotwa zurück.
Am 20., 21. und 22.04.1943 wurde der Eisenbahn-Panzerzug auf der Strecke
Orscha-Witebsk auf Befehl der
286. Sicherungs-Division eingesetzt. Zwischen Bahnhof Stajki und
Boguschewskoja wurde Nacht für Nacht gesprengt. In 2 Nächten führte der
Eisenbahn-Panzerzug Nachteinsätze durch, die jedoch ohne Feindberührung
blieben. Strecke wurde in diesen beiden Nächten nicht gesprengt.
Zur Sicherung des Hauptstrecke stellte der Eisenbahn-Panzerzug 27
während des ganzen Monats einen Lauerspähtrupp mit MG in der Nähe des
Bahnhofes Krupki. Mehrere Male wurden von diesem Spähtrupp Banditen
verjagt, die in der Nähe Ihre Sprengladungen anbringen wollten. An den
Ein- und Ausfahrtssignalen des Bahnhofes wurde je 1 Doppelposten als
Streife eingesetzt.
Mai:
Aufgabe:
I.) 01. - 14.05.1943:
Einsatz im
Rahmen des Unternehmens "Maikäfer".
Westlich des Drut wurden auf breiter Front in Richtung
Bobruisk-Osipowitschi Banditenlager bekämpft. Eisb Pz Zug 27 hatte die
Aufgabe, den einzigen Nachschubweg Mogilew - Drutbrücke zu sichern Ein
Batl. wurde vom Zug in seinen Bereitstellungsraum transportiert. Zu
Beginn des Unternehmens unterstützte die Artillerie des Zuges die
vorstoßenden Inf.Kompanien. Ws wurde ein zweistündiges Planschießen auf
Waldlager durchgeführt, die durch V-Leute auf der Karte angegeben
wurden. Später wurde festgestellt, daß das Feuer gute Wirkung gehabt
hat.
Dem Eisb Pz Zg 27 wurden für einige Tage, die an der Strecke
befindlichen Stützpunkte mit ihren Besatzungen taktisch unterstellt. Der
Kommandant wurde für die Sicherung der Stützpunkte verantwortlich
gemacht. Da sich nach Aussagen von V-Männern auch westlich des Drut
Banditen befanden, wurden entlang der Bahnlinie Stoßtrupps und
Lauerspähtrupps angesetzt. Dabei wurden insgesamt 19 Banditen
gefangengenommen (darunter ein Überläufer in deutscher Polizeiuniform
und ein Banditenführer, der später sehr wertvolle Aussagen machte) und
einer erschossen. Eigene Verluste traten nicht ein.
II.) 15. - 31.05.1943:
Am 15.5. 01.45 Uhr wurde Eisb Pz Zg 27 auf Befehl des Heer.Geb.Mitte aus
dem Unternehmen "Maikäfer" herausgezogen und erhielt die Aufgabe,
die Strecke Mogilew - Kritschew gegen Bandenüberfälle zu sichern. In
dieser Nacht waren der Bahnhof Tschaussy und Weremeiki durch starke
Bandentrupps angegriffen worden. Trotzdem der Zug bis nach Tschaussy 110
km zurücklegen mußte, kam er noch zurecht, um die sich zurückziehenden
Banden mit Artillerie zu beschießen. Nach Aussagen von Landeseinwohnern
sollen die Banditen dabei empfindliche Verluste gehabt hauen. Ein
Angriff auf Stützpunkte erfolgte in der Berichtszeit nicht wieder. Die
Bandentrupps bewegten sich südlich der Bahnlinie von einem Dorf bzw.
Waldstück zum anderen. Mehrere Male wurden Dörfer und Waldstücke, die
nach Angaben der Stützpunkte gerade von den Banditen besetzt waren, mit
allen Waffen des Zuges unter Feuer genommen. Dabei wurde ein Dorf in
Brand geschossen. Es wurde beobachtet, daß eingelagerte Munition in die
Luft ging. Später wurde gemeldet, daß der Stab der Banditen getroffen
worden war und die Banden gerade unter Führern und Unterführern starke
Verluste gehabt hätten.
Sechsmal wurde die Strecke zwischen Weremeiki und Resta gesprengt.
Zweimal davon vorzeitig, sodaß kein Zug auf die Sprengstelle auflief.
Zweimal musste ein Hilfszug angefordert werden da eigene Kräfte zur
Behebung des Schadens (3 Urlauberwagen entgleist, 1 Lok. entgleist)
nicht ausreichten. Strecke ist eingleisig und Behebung des Schadens war
nur durch Hilfe von beiden Seiten möglich. Es wurden insgesamt 4 Wagen
und ein Tender aufgegleist, ein Wagen von den Schienen abgezogen. 8
Schienenlängen und 24 Schwellen wurden ausgewechselt.
Am 27.05. zwischen 21,45 Uhr und 23,40 Uhr wurde Mogilew in rollendem
Einsatz von russischen Fliegern angegriffen. Der am Ostbahnhof
abgestellte Wohnzug (Kampfzug befand sich während dieser Zeit zur
Sicherung auf der Strecke) war stark gefährdet, da zahlreiche Bomben in
seiner Nähe abgeworfen wurden. Es entstanden jedoch keinerlei Verluste
an Menschen und Material
III.) Einsatzbericht der Artillerie des Eisb Pz Zg 27.
Die Artillerie wurde im Berichtsmonat 8 mal eingesetzt. Es wurden
Bandenlager, Partisanendörfer und Waldlager im direkten Schuß und durch
Planfeuer wirkungsvoll, bekämpft.
Beim direkten Beschuß des Ortes Prudok auf 3000 m gerieten nach den
ersten Treffern die Häuser in Brand. Es wurde nur mit Sprenggranaten
geschossen. Die Bekämpfung im Planfeuer erfolgte mit Hilfe der dem
Eisb.Pz Zg 27 zur Verfügung gestellten Kartenunterlagen 1 : 50000. Bei
den großen Schussentfernungen von 9800 m und 10400 m wurde mittels
Planfeuer noch gute Wirkung erzielt. Der Munitionsverbrauch im
Berichtsmonat beträgt 750 Schuss 7,62-Sprenggrabaten 284 (r). Der
Munitionsnachschub erfolgt über Befehlshaber Heeresgebiet Mitte,
Munitionslager Orscha.
Juni
Aufgabe: Sicherung der Strecke Mogilew-Kritschew.
In den ersten Junitagen war die
Bandentätigkeit an dieser Strecke besonders rege. Trotz dauernder
Nachteinsätze ausgesetzter Jagdkommandos und Lauer-Spähtrupps konnten
Sprengungen nicht verhindert werden. 7 mal wurde die Strecke gesprengt,
2 mal wurden durch Eisb Pz Zug 27 Minen (3 Stück) ausgebaut. Die an den
Sprengstellen abgesetzten Panzer und Jnfanteriestoßgruppen hatten nur
geringen Erfolg. Ein verwundeter Bandit wurde gefangengenommen, einer
tötete sich selbst durch eine Handgranate, die er nach der Stoßgruppe
werfen wollte, und einer ging mit einer Mine in die Luft. In einem Dorf
wurden bei einer Razzia Minenabzugsschnur sowie Schlagbolzen für
Druckminen gefunden. Vom Eisb Pz Zug 27 wurden insgesamt 9 Schienen und
44 Schwellen ausgewechselt. Eine Lok mit Tender, ein Tender und 6 Wagen
aufgegleist, sowie 4 Wagen von der Schiene abgezogen. 2 mal musste ein
Hilfszug zu Aufräumungsarbeiten herangeholt werden. Da es die Banditen
in der Hauptsache auf den dort verkehrenden SF-Zug 881/981 abgesehen
hatten, wurde der Zugleitung vorgeschlagen, diese Züge im besonders
gefährdeten Gebiet dem Panzerzug auf Sicht nachfahren zu lassen. Von
diesem Tage ab konnte der Urlauberzug ungefährdet die Strecke
durchfahren.
Am 2.6.1943 überfuhr Eisb Pz Zug 27 eine Zugmine, die abgezogen
war, jedoch nicht zur Entzündung kam. Sie wurde ausgebaut und
unschädlich gemacht.
2.) 17.06. - 30.6.1943 Standort
Krasnyi Bereg,
Aufgabe: Sicherung der Strecke Bobruisk - Shlobin - Buda
Korschelewskaja
Bei der Überführung des Kampf- und
Wohnzuges von Mogilew nach Krasnyi Bereg am 17.6.1943 durch eine
Vorspannlok wurde in der Nähe von Bishoff unter dem Gleis eine Granate
zur Entzündung gebracht, die jedoch nur 4o cm Schiene heraussprengte.
Der ganze Kampfzug rollte über die beschädigte Stelle hinweg. Nach 5o
Minuten waren eine Schiene und 2 Schwellen ausgewechselt und der Zug
konnte seine Überführungsfahrt fortsetzen. Spuren der Banditen konnten
infolge dichten Waldes und der sumpfigen Gegend nicht festgestellt
werden. Am gleichen Tag fuhr der Kampfzug um 23.15 Uhr bei der ersten
Sicherungsfahrt in der Nähe von Buda Korschelewskaja auf eine Druckmine.
Der vorgeschobene Sandwagen wurde schwer beschädigt (Achsbuchse
weggesprengt, Bremsgestänge zerrissen, Holzaufbau auseinandergerissen)
und der nachfolgende Gerätewagen entgleiste mit beiden Achsen. Aus der
Schiene war eine Länge von 1,30 m herausgesprengt und ein Loch von 1 m
Tiefe entstanden. Der Sandwagen wurde von der Schiene abgezogen und der
Gerätewagen aufgegleist. Nach 3 Stunden konnte das Gleis dem Verkehr
übergeben werden. Mit dem Spürhund des 150 m entfernten Stützpunktes
wurde die Spur der Banditen aufgenommen und vom Stoßtrupp verfolgt. Die
Spur führte bis zum nächsten Dorf. Von da ab hatten die Banditen
vermutlich Pferde benutzt, so dass eine weitere Verfolgung unmöglich
war. Im Dorf selbst konnte nichts Verdächtiges festgestellt werden.
Am 21.6.1943 war der Eisb Pz Zug 27 am Unternehmen "Wolfsjagd"
beteiligt. Beide Panzer, der Pz.Spahwagen und der Infanteriezug hatten
eine Seite des gebildeten Kessels zu sichern, so dass ein Durchbrechen
ausweichender Banden verhindert werden konnte. Der Zug selbst sicherte
an der Bahnstrecke. Der Erfolg des Unternehmens war sehr gering, da die
Banden vermutlich schon vorher das Jagdgebiet verlassen hatten. Vom
eigenen Jagdkommando konnte ein Verdächtiger festgenommen werden.
Nach dem Unternehmen "Wolfsjagd" erfolgte ostwärts Shlobin keine
Sprengung mehr. Die Banditen verlegen ihr Betätigungsfeld jetzt westl.
Shlobin. Der Kampfzug und Lauerspähtrupps werden jede Nacht eingesetzt.
Es gelingt, 3 Sprengungen zu verhindern. 2 Banditen werden erschossen,
Munition und Sprengstoff sichergestellt. 1 Mine wird ausgebaut, 5
Schienen und 20 Schwellen ausgewechselt. 2 Lok und 6 Wagen können
aufgegleist werden. Am 28.6.43 besichtigen der Divisionskommandeur der
203. Sich.Div. Generalleutnant Pilz und ein General vom Heer.Geb. Mitte
die durch den Sicherungsbereich der Division führenden Eisenbahnlinien
und Stützpunkte mit dem Panzerzug 27. Dabei wurden Kampf- und Wohnzug
des Eisb Pz Zg 27 besichtigt. Generalleutnant Pilz war für alles sehr
interessiert und sprach dem Zug seine volle Anerkennung aus.
3.) Einsatzbericht der Artillerie:
Die Artillerie des Eisb Pz, Zg 27 wurde im Berichtsmonat einmal
zum direkten Beschuß des Ortes Piremitschi und eines guten
Beobachtungspunktes der Banditen mit gutem Erfolg eingesetzt.
Der Munitionsverbrauch betrug 43 Schuß 7, 62 cm Pzsprg.-Granaten.
Der Nachschub erfolgte über Bef.H. Heer.Geb. Mitte. Besondere
Vorkommnisse: keine.
Aufgabe Juli:
Sicherung der Strecken Bobruisk - Shlobin - Buda - Korschelewskaja,
Shlobin - Rogatschew, Shlobin -
Mormal.
Im Berichtsmonat waren die Banden besonders auf der
Hauptstrecke Bobruisk -
Gomel erhöht
tätig.
Der Zug mußte
fast ununterbrochen Tag und Nacht eingesetzt werden. Lauerspähtrupps
wurden ausgesetzt und Jagdkommandos durchkämmten die in Bahnnähe
liegenden Ortschaften.
Am 7.7.1943 wurde der Panzerzug im Rahmen des Unternehmens
"Julia" auf der Südstrecke
(Shlobin - Mormal) eingesetzt. Der Zug
übernahm die Sicherung der Strecke, der ausgebootete
Teil (Infanterie-Zug in
Stärke
von 45 Mann, 2 Panzer und Panhard)
die Abriegelung des
Bandengebietes. Der Panzerzug hatte keine
Feindberührung.
Am 15.7.1943
wurde der Zug erneut auf der Südstrecke
zur Entlastung der Stützpunkte
und Überwachung
der Strecke eingesetzt;
2 verdächtige
Ortschaften wurden abgeriegelt und durchsucht Nach Aussagen der Bevölkerung
sollten hier täglich
Banditen in
deutscher Uniform verkehren. Es konnte nichts festgestellt
werden. Auf der Rückfahrt
fuhr der Panzerzug auf eine Mine, die
unter der Lok abgezogen werden sollte, jedoch erst unter dem
folgenden Flakwagen zur
Entzündung
kam. Der Boden der Küche
wurde durchschlagen, der hintere Teil des Zuges
entgleiste. Der Umfang der Sprengung ließ
auf eine Sprengladung von
über
30 kg schließen.
Überdies
war eine Granate schweren Kalibers
eingebaut. 2 Mann wurden
vom Zug geschleudert und 1 Mann dabei
leicht verletzt. 3 in
das nächste
Dorf flüchtende
Banditen wurden
sofort unter Feuer genommen und einer dabei getötet. Ein
Infanterietrupp setzte sofort nach. Im Dorf selbst verlor
sich die Spur. Die Bevölkerung
verweigerte die Aussage.
Der nächste Stützpunktführer bestätigte, daß das Dorf banditenverseucht
sei. Das Dorf wurde im direkten Beschuss der Artillerie und Flak unter
Feuer genommen, einige Häuser, in denen Munition gefunden wurde,
zerstört. Flak- und Kommandanten-Wagen konnten selbst aufgegleist
werden. Der Hilfszug, der infolge der häufigen Sprengungen auf der
Hauptstrecke überbeansprucht war, konnte erst im Laufe des 20. und
21.7.1943 die übrigen Wagen aufgleisen. Der Kommandantenwagen konnte im
Bw. Shlobin sofort wieder einsatzbereit gemacht werden. Flak-,
Artillerie-, Pz.-Träger- und
Gerätewagen mussten ins RAW Minsk, von dort aus zum RAW Ostrowo
überführt werden.
Am 20. und 21.7.1943 besichtigte der Divisionskommandeur,
Generalmajor Krech, mit dem Panzerzug die gefährdeten Teile der Straße
Bobruisk - Osipowitschi - Divisionsgrenze und eine gesprengte Brücke.
Im Laufe des Monats konnten 1 Mine (über 5o kg) ausgebaut werden.
19 Schienen und 69 Schwellen wurden ausgewechselt, eine Lok mit Tender
und 13 Wagen aufgegleist, 2 von der Strecke abgezogen. Am Monatsende war
die Sprengtätigkeit der Banditen an der Strecke Bobruisk - Gomel
geringer geworden.
Einsatzbericht der Artillerie:
Die Artillerie des Panzerzuges wurde im Berichtsmonat im Rahmen
des Unternehmens "Julia" am 07.07.1943 zur Bekämpfung von Bandenlagern
eingesetzt. Außerdem wurde am 15.7.1943 der Ort Mormal durch die
Artillerie im direkten Beschuss unter Feuer genommen.
Munitionsverbrauch: 147 Sprenggranaten.
Der Artilleriewagen 2 wurde durch die Sprengung beschädigt und
befindet sich im RAW Ostrowo. Schäden an den Geschützen sind nicht
aufgetreten.
Stärke:
| Datum |
|
| 01.01.1943 |
127 (15) |
| 01.02.1943 |
116 (14) |
| 01.03.1943 |
128 (12) |
| 01.04.1943 |
125 (11) |
| 01.05.1943 |
121 (10) |
| 01.06.1943 |
119 (8) einschl. 6 Hiwi |
| 01.07.1943 |
126 (9) einschl. 6 Hiwi |
| 01.08.1943 |
123 (10) einschl. 6 Hiwi |
| |
|
Unterstellung:
|
Datum |
|
kommandiert |
|
01.04. - 29.04.1943 |
Befehlshaber Heeresgebiet Mitte |
286. Sicherungs-Division (Sicherungs-Regiment 122) |
|
30.04.1943 |
|
|
01.05.-16.06.1943 |
|
|
17.06.-30.06.1943 |
203. Sicherungs-Division |
|
| 03. -
31.07.1943 |
|
| |
|
|
Standort:
| Datum |
|
| 01.03. -
03.03.1943 |
Nowo Dugino |
| 04.03. -
09.03.1943 |
Durowo |
| 10.03. -
13.03.1943 |
Smolensk, Hauptbahnhof |
| 14.03. -
23.03.1943 |
Krasnibor |
| 24.03. -
31.03.1943 |
Mogilew |
| 31.03. -
29.04.1943 |
Krupki |
| 30.04. - 31.06.1943 |
Mogilew, Ostbahnhof |
| 01. - 03.07.1943 |
Krasnyj Bereg |
| 03. - 31.07.1943 |
Shlobin |
Ersatz:
Quelle:
Buchhinweis:
|