Die Feldgendarmerie-Abteilung (mot.) 501 des Heeres

Feldgendarmerie-Abteilung (mot.) 501

Aufstellung:
16.08.1939 - Aufstellung im Wehrkreis I mit Hilfe der Ordnungspolizei zu drei Kompanien im Armeepaket O = Ostpreußen

Gliederung:
Stab
1. - 3. Kompanie

Stellenbesetzung:

Kommandeur  
     
   
 
  Stab  
  Adjutant    
     
 
  Stabskompanie  
  Chef    
 
  1. Kompanie  
  Chef Hauptmann Panek m. Meldg. v. 00.08.1944
  Hauptmann Altevogt m. Meldg. v. 28.11.1944
Zugführer Oberleutnant Illner m. Meldg. v. 16.08.1944
 
  2. Kompanie  
  Chef    
Zugführer    
 
  3. Kompanie      
  Chef    
Zugführer    
         

Angehörige:

A B
  Bergmann, Albert - Obergefreiter, III./2./
Bertram, Friedrich - Obergefreiter, 1./
C D
   
E F
  Flurschütz, ??? - Oberfähnrich, 3./
Förster, Josef - Leutnant, 1./
Frommherz, ??? - Unteroffizier, 1./
G H
Grosshans, Friedrich - Oberfeldwebel, 1./ Haab, ??? - Oberfeldwebel, 2./
Habricht, Otto - Unteroffizier, 1./
Höring, Paul - Unteroffizier, 1./
Hübner, Max - Feldgendarm, 1./
I J
   
K L
Kettler, ??? - Stabsfeldwebel, 2./
Kievernagel, ??? - Oberfeldwebel, 2./
Lehmann, ??? - Unteroffizier, 1./
M N
Marienfeld, ??? - Oberfeldwebel und Hauptfeldwebel, 1./
Martin, Georg - Unteroffizier, 2./
Maurer, ??? - Oberfeldwebel, 2./
Milkau, ??? - Unteroffizier, 1./
Mungenast, ??? - Oberfeldwebel, 1./
Nachtmann, ??? - Leutnant, 2./
Neubacher, Ernst
- Leutnant d.F., Zugführer
Neubert, ??? - Oberfeldwebel, 1./
O P
Ohlendorf, Fritz - Unteroffizier, III./2./
Ott, ??? - Oberfeldwebel, III./2./
Pföffer, ??? - Feldgendarm, 1./
Pilkan, ??? - Feldwebel, 2./
Q R
  Radszuweit, Artur - Stabsfeldwebel, III./2./
S T
Schloßbauer, ??? - Sanitäts-Unteroffizier, 1./
Schürer, ??? - Leutnant, 2./
Sona, ??? - Leutnant, 3./
Steyer, Alfred - Feldwebel, III./2./
 
U V
   
W XYZ
Warnat, ??? - Feldwebel, 2./
Wistube, ??? - Stabsfeldwebel, 2./
Zech, Ludwig - Oberfeldwebel, III./2./

Kriegseinsätze:

1944

Neben der einsatzmässigen, truppendienstlichen und versorgungsmässigen Führung der Kompanien, war der Stab mit der Führung des Abschnittes G des Hauptversorgungsstützpunktes Saloniki beauftragt. Der Abteilungs-Kommandeur war Abschnittskommandant. In dieser Eigenschaft waren ihm zeitweise bis zu 32 Einheiten zugeteilt und im Alarmfalle unterstellt. Mit Zuspitzung der Lage, insbesondere nach dem Abfall Rumäniens und Bulgariens, war mehrere Male Alarmstufe I und II ausgelöst worden. Es kam jedoch im Abschnitt zu keinen besonderen Vorkommnissen. Neben der Bewachung der eigenen Unterkunft stellte der Stab wöchentlich eine Nachtstreife im Bereich des Abschnittes G. Mitte September 1944 wurden die Geschaffte des Abschnitts G an eine andere Einheit abgegeben, da mit einem baldigen Abrücken des Stabes im Zuge der Absetzbewegungen zu rechnen war.
Der Abteilungs-Kommandeur war auch in der Berichtszeit mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kommandeurs der Feldgendarmerie bei der Heeresgruppe E beauftragt. Ende September übernahm der Kommandeur noch die Geschäfte des Stabsoffiziers der Feldgendarmerie beim Militärbefehlshaber Griechenland und mit Abrücken aus Saloniki die Geschäfte Stomü bei der Heeresgruppe E.
Am 14.l0, 1.00 Uhr, rückte der Stab auf dem Landmarsch mit der Marschgruppe Führungsabteilung der Heeresgruppe E Marschziel Mitrovica (Serbien) ab.
Der Marschweg führte über Veles, Skoplje, Pristina. Am I5.I0. um 16.00 Uhr wurde Mitrovica erreicht und Quartier bezogen. Die in Mitrovica bei der Abteilung sich meldenden versprengten Feldgendarmen wurden befehlsgemäß zusammengefasst und ein Feldgendarmerietrupp zbV. 501 unter Führung von Oberleutnant der Feldgendarmerie Weber aufgestellt. Der Trupp wurde aus den Beständen der Abteilung motorisiert und war vom 21.l0. - 19.11.44 bei der Kampfgruppe Scholz im Raum Podujevo-Pristina. Durch seine ausgezeichneten Leistungen erhielt er ein Anerkennungsschreiben von der Kampfgruppe. Mit Stabilisierung der Lage wurde der Trupp aufgelöst und die versprengten Feldgendarmen ihren Einheiten zugeführt oder zur Abteilung versetzt.
Am 23.l0.verlegt der Stab nach Zvecan, etwa 5 km nördlich Mitrovica, und bezog Unterkunft im Bereiche der O.Qu.-Abteilung der Heeresgruppe. Am 26.11.44 rückte der Stab befehlsgemäß mit der Marschgruppe Führungsabteilung der Heeresgruppe E mit Marschziel Sarajevo ab.
Der Landmarsch führte über Raska - Kraljewo - Visegrad. Am 26.11.wurde Sarajevo erreicht. Der Marsch verlief ohne besondere Vorkommnisse. Ein Ausfall an Kfz. war seit dem Abmarsch aus Saloniki nicht zu verzeichnen, obwohl die Straßenverhältnisse teilweise sehr schwierig waren und an Fahrer und Fahrzeuge große Anforderungen stellten.

1. Kompanie:

Gemäß Abteilungsbefehl Nr.2o9 [...] ist die einsatzmässige Unterstellung unter Militärbefehlshaber Griechenland mit Wirkung vom 16.6.44 aufgehoben worden. Die gesamte Abteilung wurde dem Abteilungs-Kommandeur unterstellt.
Im Zuge des vom Oberkommando Heeresgruppe E/O.Qu. am 15.6.44 befohlenen Sondereinsatzes zur Überwachung der zur Betriebsstoffeinschränkung befohlenen Maßnahmen [...] wurde die Kompanie wie nachstehend aufgeführt eingesetzt:

1. Einsatzwelle:

Zeit: 22.06. - 05.07.1944
Einsatzgebiet: 1 2ug im äusseren Stadtgebiet Athen und 1 Zug an den Ausfallstrassen nach Korinth, Theben und Lawrion. Unterkunftsort für die gesamte Kompanie blieb Athen.

Zur Durchführung dieses Befehls wurde 1 Zug an der Sperre Tatoi-Philadelphia und Lawrion-Marathon mit Pendelstreifen zur Stadtmitte und 1 Zug in Eleusis mit Abzweigung Kokinia-Piräus, sowie Streifen in der Syngrustr., Phaliron-Piräus und Straße in Richtung Wuliagmeni eingesetzt. Im Verlauf dieses Einsatzes wurden

6.237- Wehrmacht-Kfz. und
4.435 - griechische Zvil-Kfz.     kontrolliert.

Bei diesen l0.672 kontrollierten Kfz. haben sich 383 Beanstandungen ergeben, die an Oberkommando Heeresgruppe E (O.Qu.-Außenstelle Athen) wie folgt, gemeldet wurden:

WH-Kfz. 67 Meldungen
WL-Kfz.                     92 Meldungen
WM-Kfz.           19 Meldungen
Pol.Kfz.                6 Meldungen
OT-NSKK-Kfz.    1 Meldung
griech. Kfz. bei dt. Dienststellen eingesetzt 98 Meldungen
griech. priva-Kfz. 83 Meldungen

Ein WL-Kfz. und 47 Zivil- oder für deutsche Dienststellen eingesetzte griechische Kfz. wurden sichergestellt. Außerdem wurden 34 vorläufig sichergestellte Kfz. nach Klärung des Sachverhalts oder wegen dringendem Bedarf der Kfz. durch den Wehrwirtschaftsstab Griechenland und Festungspionierstab zur Vermeidung von kriegswirtschaftlichen Ausfällen wieder freigegeben.
Durch/die strenge und schlagartige Überprüfung des gesamten Kfz.Verkehrs in Athen und Ausfallstrassen war ein Rückgang des Verkehrs um 50% zu verzeichnen. Ob sich dieser Zustand ohne weitere Kontrollen weiterhin aufrecht erhält, musste sich erst zeigen. Bei gutem Willen und der nötigen Einsicht seitens der Einheitsführer könnte dieser Zustand ohne weiteres weiterhin, beibehalten werden. Zusammenlegen von Fahrten, ggf. auch mit Nachbareinheiten, Ausführung von Fahrten mit der Eisenbahn oder anderen Verkehrsmitteln, Durchführung von nur wirklich kriegswichtigen Fahrten mit Kfz.;  dies alles hilft mit, die Maßnahmen zur Betriebsstoffeinschränkung zu unterstützen.

2. Einsatzwelle:

Zeit: 13.06. - 26.07.1944
Einsatzgebiet: je 1 Zug in Theben und Lamia mit Ausfallstrassen, Kompanie-Unterkunft in Athen bleibt bestehen.

Die beiden Züge wurden am 11.7. per Achse in Marsch gesetzt und trafen planmäßig am 11.7. in Theben bezw. am 12.7. in Lamia ein. Bis zum Beginn des Einsatzes wurden die Ausfallstrassen erkundet.
Es wurden kontrolliert:

in Theben:     540 Wehrmacht-Kfz.    und
                      685 griechischen Zivil-Kfz-

Bei diesen 1.225 kontrollierten Kfz. haben sich 24 Beanstandungen ergeben und zwar bei 3 WL-Kfz. und bei 21 griechischen .Kfz. Die Bearbeitung der Verstöße griechischer  Kfz., sowie Freigabe von 17 vorläufig sichergestellten griechischen Kfz. nach Einziehung einer angemessenen Ordnungsstrafe (zusammen über 2 Milliarden Drachmen) erfolgt durch die OK I(V) 3o8 Theben.
Auch hier ergab sich durchweg, daß die Fahrten zusammengelegt hätten werden können und es dadurch nicht vorkommt, daß die Ladeflächen der Lkw. nicht voll ausgelastet sind. Griechische Fahrzeuge führten meistens keine oder ungültige Fahrtausweise mit.
Der Zustand der Durchgangsstrassen innerhalb Thebens ist gut, Beschilderung an gut sichtbaren Stellen angebracht, jedoch bei Dunkelheit nicht beleuchtet.

In Lamia wurden kontrolliert:

491 Wehrmacht-Kfz. und
95 griechische Kfz.

Von diesen 586 Kfz. wurden 10 WH-, 2 WL-, 2o SS-, 2 Pol- und 17 griechische Kfz. an Oberkommando Heeresgruppe E/O.Qu. gemeldet. 3 griechische Kfz. wurden vorläufig sichergestellt. Deren Freigabe nach einer Ordnungsstrafe erfolgte durch die Platzkommandantur Lamia.
Hier bezogen sich die meisten Beanstandungen auf das unverantwortliche Einsetzen von Kfz.innerhalb von Lamia auf meist oft nur wenige l00 Meter Entfernung. Die Ladeflächen waren oft nicht ausgenutzt. Der Zustand der Durchgangsstrassen ist im allgemeinen gut, die Beschilderung jedoch nicht ausreichend.
Zusammenfassend ist anzuführen, daß der Verkehr sowohl in Theben wie in Lamia sehr gering war; Fahrten wurden hauptsächlich von den dort liegenden Einheiten durchgeführt; Durchgangsverkehr war nicht vorhanden, da der Transport von Wehrmachtgut zum größten Teil mit der Eisenbahn durchgeführt wird. Wie bei dem ersten Einsatz konnte auch hier festgestellt werden, daß durch die schlagartige Überprüfung der Kfz. der Verkehr zusehends nachließ. Die meisten Verstöße wurden in der ersten Woche festgestellt. Dies war darauf zurückzuführen, daß durch die Anwesenheit der Kontrollorgane und strengstes Überprüfen jeder Fahrt die Einheitsführer den Einsatz jedes Kfz., wenn es sich nicht um eine dringende Fahrt handelt, wohlweislich überprüften und Kfz. während der Kontrollzeit nicht einsetzten.
Die Kompanie meldet für den Berichtszeitraum ferner folgende Tätigkeit:

Streifentätigkeit: Überwachung der Wehrmachtangehörigen:
das Kommando beim. WUST (=Wehrmachtumschlagstab) meldete 5 geringfügige Übertretungen (unerlaubtes Rauchen im Hafen und dergl.) ferner kontrollierte das Kommando die im Hafen ein- und ausfahrenden Kfz auf Beförderung von Diebesgut. Hierbei wurden 2 kleinere Diebstähle aufgedeckt. Bei zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführten Kontrollen im Hafen wurden 231 Griechen auf Ausweispapiere überprüft und hierbei  9 ungültige Ausweise eingezogen.

Tatberichte, Meldungen, Anzeigen, Festnahmen:
4 Anzeigen gegen Wehrmachtangehörige wegen Verstoß gegen das Verbot des Handelns mit Griechen, 14 Anzeigen gegen Wehrmachtgefangene wegen unerlaubter Entfernung, Kameradendiebstahl und räuberischer Erpressung, 7 Anzeigen gegen Italiener wegen Diebstahls und Mundraub, 20 Anzeigen gegen Zivil wegen Diebstahls, Bestechung, versuchtem Ankauf, von Munition und Hehlerei. 39 Festnahmen waren hierzu erforderlich.

Am 11. und 12.7. führte der in Lamia eingesetzte Zug eine Straßenerkundung auf der Strecke Athen-Theben-Lamia-Larissa durch. Das Ergebnis wurde dem General der Pioniere zur Auswertung vorgelegt.
Vom 8.7.-28.7. waren täglich je 2 Mann zur Erfassung sämtlicher Fluggäste auf den Fliegerhorsten in Tatoi, Eleusis, Kalamaki und Phaleron eingesetzt. Die Listen wurden Oberkommando Heeresgruppe E/O.Qu. vorgelegt.
Am 14.7. hatte die Kompanie anlässlich eines Übungsalarms, Alarmstufe II, 5 Kommandos zu je 8 Mann zur Überprüfung der gegebenen Maßnahmen über
öffentliche Verkehrsmittel, Passantenverkehr, Schließung sämtlicher öffentlicher Lokale usw. abzustellen.
Auf Ersuchen des Gerichts Feldkommandantur 817 wurden in 4 Fällen Ermittlungen durchgeführt.

Das Kommando beim WUST Piräus meldete: bei der Be- und Entladung von Schiffen im Hafen Piräus und der Georgsbucht wurden täglich verschiedene Kommandos, je nach Anforderung durch den WUSt, zur Überwachung und Verhinderung von Diebstählen und Sabotage abgestellt. Hierbei wurden 3 Griechen wegen versuchten Ankaufs von Munition dem SD übergeben; 28 Griechen wegen Verdachts strafbarer Handlungen vorläufig festgenommen, Fahndungen nach 6 flüchtigen Griechen zum Teil mit Erfolg durchgeführt und 34 Haus,- und Schiffsdurchsuchungen gemacht.
Am 11.7. ist der Zugoffizier Leutnant der Feldgendarmerie Neubacher verunglück. Nach Einlieferung in das Luftwaffen-Ortslazarett Athen verstarb Lt. Neubacher am 17.7.an den Folgen der Verletzungen; am 18.7.wurde er auf dem Heldenfriedhof Athen-Kokinia beigesetzt.
Am 5.7.wurde eine Austauschversetzung jüngerer gegen ältere Feldgendarmen durchgeführt: 1 Oberfeldwebel, 5 Feldwebel, 9 Unteroffiziere, 2 Obergefreite, 1 Feldgendarm wurden zum Feld-Ersatz-Bataillon 670 versetzt, dafür 1 Oberfeldwebel, 4 Unteroffiziere, 2 Obergefreite,
1 Gefr. und l0 Feldgendarmen von der 3./Feldgendarmerie-Ausbildungs-Abteilung Neustadt zur Kompanie versetzt.

Die Tätigkeit der Kompanie im August erstreckte sich ausschließlich auf Streifen- und Ermittlungsdienst unter Gestellung der Kommandos bei WUSt (= Wehrmachtumschlagstab) und im Hafen Piräus. Die Streifen meldeten 2 Zapfenstreichübertretungen und 1 Fall wegen unerlaubten Betretens verbotener Lokale. Kontrolle von 250 Zivilisten auf Ausweise - 7 hiervon wurden eingezogen - ferner bei nächtlichen Kontrollen in der Georgsbucht Festnahme von 3 Dirnen.
Insgesamt wurden Anzeigen gegen 14 Wehrmachtangehörige (Diebstahl, Hehlerei, Dienstpflichtverletzungen, Wachvergehen, Mitwisserschaft), 10 Wehrmachtgefangene (An- und Verkam von Wehrmachtgut und Sabotage), 2 Ital. Hiwis (Diebstahl) und 15 griechische Zivilisten (Diebstahl, unerlaubtes Betraten des Hafengeländes) erstellt. 28 Festnahmen waren hierzu notwendig.
Auf Ersuchen des Gerichts der Feldkommandantur 817 wurden in Strafsachen gegen Griechen Ermittlungen durchgeführt.  Am 21.8.wurden zu einer großangelegten Säuberungsaktion von Kommunisten in Kallithea 15 Feldgendarme bereitgestellt. 4mal wöchentlich wurde 1 Feldgendarm zur Verkehrsregelung bei der Brauerei Fix abgestellt.
Bei der Be- und Entladung von Schiffen im Hafen Piräus und der Georgsbucht wurden täglich in verschiedener Stärke Feldgendarmen zur Überwachung auf Diebstähle und Sabotage gestellt, außerdem in 10 Nächten 33 Posten zur Schiffsüberwachung. Gegen insgesamt 6 Mann musste Strafanzeige wegen Diebstahls erstellt werden. 23 Griechen wurden wegen Verdachts festgenommen und nach Verhör wieder freigelassen.
Am 16.8. wurde Oberleutnant Jllner als Zugführer zur Kompanie versetzt. Hauptmann Panek war mehrere Wochen an Diphterie erkrankt. Oberfeldwebel Marienfeld wurde am 14.8. zum Hauptfeldwebel ernannt.

Für den Monat September 1944 berichtet die Kompanie
Im Zuge der Überwachung der Wehrmachtangehörigen meldeten die Streifen 3 kleinere Übertretungen und 5 Fälle wegen Trunkenheit. Auf Weisung des Kommandeurs Wehrmachtstreifendienst zbV. 15 in Verbindung mit der Verfügung der Abteilung 263/44 geh. vom 21.9.44 hatte die Kompanie ständig eine Straßen- und Kfz-Überprüfungsstreife auf der Syngru-Allee zu stellen.  Hierzu wurde ab 13.9. ein Posten 1/6 an der Blockstelle Syngru-Allee, ab 23.9. eine 4-Mann-Streife eingesetzt. 1 WH-Lkw, 8 zivil Pkw, 10 zivil Lkw, 1 zivil Kom., 5 zivil Kräder wurden sichergestellt.
Im Hafen Piräus wurden ein- und ausfahrende Kfz. ohne Beanstandungen auf Beförderung von Diebesgut usw. untersucht.
Zur Überwachung der griechischen Bevölkerung wurden in den Ortsteilen Kallithea, Neu-Smyrna und Alt-Phaleron Ordnungsstreifen (1/3, später 1/9) durchgeführt. Ferner wurden zweimal wöchentlich in diesen Abschnitten Nachtstreifen (1/9) gestellt. Die Streifen waren stark bewaffnet und wurden ferner durch einen auf dem Dach der Kompanieunterkunft aufgestellten Posten zum Erkennen des vereinbarten Leuchtzeichens bei Gefahr gesteuert. Hierbei wurde eine solche Streife am 25.09.1944 im Ortsteil Neu-Smyrna/Alt-Phaleron von einer bewaffneten Bande angegriffen und hierbei Obergefreiter Friedrich Bertram getötet und der Streifenführer Oberfeldwebel Neubert, und die beiden Streifenbegleiter Unteroffizier Frommherz und Feldgendarm Pföffer verwundet.
Das Kommando beim Wehrmachtumschlagstab im Hafen Piräus führte zu unregelmäßigen Zeiten Torkontrollen durch, untersuchte hierbei 281 Griechen nach Waffen, prüfte die Ausweise und zog hierbei 6 ungültige Ausweise ein. 5 griechische Dirnen wurden festgenommen.
8 Diebstähle von Wehrmachtsgut (3 Wehrmachtangehörige, 1 Wehrmachtgefolge, 2 italienische Hiwi und 2 Zivilisten) wurden aufgedeckt.
1 weibliche Zivilperson konnte beim Kleben von kommunistischen Aufrufen gefasst werden. 11 mal rückte die Kompanie in Zugstärke aus, um Soldaten die von Kommunisten angegriffen wurden, zu entsetzen oder aber um kommunistische Zusammenrottungen zu zerschlagen. Bei einem solchen Ausrücken wurde der Sanitäts-Unteroffizier Schloßbauer schwer verwundet.
Mehrere mal wurde eingeschritten bei Marinesoldaten, die sich disziplinwidrig benahmen. Bei einen auf den Dampfer "Peter" versuchten Sprengstoffanschlag wurde eingegriffen und die Sprengladung unschädlich gemacht. 23 Haus- und Schiffsdurchsuchungen wurden durchgeführt. Bei der Be- und Entladung von Schiffen im Hafen Piräus und in der Georgsbucht wurden täglich in verschiedener Stärke Posten zur Überwachung und Verhinderung von Sabotage gestellt. Außerdem wurden in 12 Nächten 50 Posten zur Schiffsüberwachung gestellt.
Infolge der immer aktiver werdenden Tätigkeit der Kommunisten wurden 2 von der Kompanie abgelegene Unterkünfte aufgegeben und die Kompanie in nebeneinander liegende Gebäude zusammengezogen. Durch Anlegen von Schützenlöchern und MG-Stellungen, sowie Verdrahten in der gesamten Unterkunft wurde der Kompanie-Bereich zu einem Stützpunkt ausgebaut.
Hauptmann und Kompaniechef Panek erkrankte erneut [...] und wurde am 17.09.1944 in ein Heimatlazarett verlegt. Oberleutnant Illner wurde mit der Führung der Kompanie beauftragt.

Für die Zeit vom 01.10. - 10.10.1944 führte die Kompanie die gewohnte Tätigkeit - Streifendienst, Überwachung usw. - durch. Die Kfz.-Kontrollen stellten 3 Zivil-Lkw sicher, das Kommando beim WUSt Piräus durchsuchte 68 Kfz. ohne Beanstandung auf Beförderung von Diebesgut.
Die Ordnungsstreifen in den Ortsteilen Kallithea, Neu-Smyrna und Alt-Phaleron wurden in Stärke von 1/9 täglich durchgeführt. Außerdem ging 2 mal wöchentlich eine Abschnittsstreife in Stärke von 1/9 in den Nachtstunden. Die Sicherung der Streifen durch einen Dachbeobachtungsposten wurde beibehalten. Infolge der immer aktiver werdenden Tätigkeit der Kommunisten wurden 2 Dächer der Kompanie-Unterkunft während der Nacht mit je einem 1 MG-Posten in Stärke von je 3 Mann besetzt.
Das Kommando beim WUSt kontrollierte 257 Griechen auf Ausweise und Waffen. 8 ungültige Ausweise wurden eingezogen. 12 Griechen wurden wegen Ausführung von Holzdiebstählen im Hafengelände festgenommen und 5 Tage beim Kommando in Haft behalten. 6 Griechen die ohne Ausweis den Hafen betraten, wurden ebenfalls festgenommen und 4 Tage beim Kommando in Haft behalten.
Vom 02.10. - 10.10.1944 wurde auf Befehl des LXVIII. Armeekorps zur Sicherung des Munitionslagers Bojatti ein Kommando in Stärke von 1/29 gestellt. Ferner wurden 3 Tage lang 4 Mann zur Sicherung der Armee-Marketenderei gestellt.
Kommunistische Ansammlungen, die sich an mehreren Tagen nach Einbruch der Dunkelheit im ortsteil Kallothea gebildet hatten, wurden vom Kompanie-Bereich aus durch MG- und Gewehrfeuer zerstreut.
Im Stadtteil Piräus wurden 2 Razzien in Hehlernestern ohne Erfolg durchgeführt.

Am 11.10.1944, 03.00 Uhr rückte die Kompanie im Zuge der Absetzbewegung der Griechenlandarmee im Landmarsch von Athen an. Am 12.10. wurde Lamia, am 13.l0. Larissa erreicht. 14. und 15.l0. Rast in Larissa. Dort wurden Kfz., Waffen und Ausrüstung in Ordnung gebracht und notwendige Reparaturen an den Kfz. durchgeführt. Am 15.10. Weitermarsch bis Servia, 16.10. bis Veria, 17.10. bis Polykastron, 18.10. bis Veles und am 19.10. bis Skopljie. Am 20.10.1944 Rast in Skoplje. Am 21.10. erreichte die Kompanie Mitrovica und bezog dort für 4 Tage Quartier. Am 26.10. marschierte die Kompanie über Novi-Pazar weiter und erreichte am Abend Doga-Pljana, wo der II. Zug zur Verkehrsregelung zurückgelassen wurde. Am 27.10. erreichte die Kompanie Sjenica, wo der I. Zug zur Verkehrsregelung am Pass bei Sjenica verblieb. Am 29.10. marschierte der Tross und der III. Zug nach Pryepolje und  erreichte diesen Ort am 30.10.1944. Am 31.10. wurde der Rest der Kompanie zur Verkehrsregelung an der Furt und an der Pontonbrücke bei Pryepolje, sowie in der Ortschaft selbst, eingesetzt. Bis dahin fielen 2 Kräder und ein Dreirad auf dem Marsch aus.

Am 01.11.1944 kam der II. Zug vom Einsatz in Doga-Poljana nach und wurde ab dem 02.11. ebenfalls in und bei Pryepolje zur Verkehrsregelung eingesetzt. Bis 10.11. blieb der Einsatz der Kompanie so, wie zuvor ausgeführt. Am 11.11. traf der I. Zug vom Einsatz am Pass bei Sjenica kommend bei der Kompanie ein und wurde in Pryepolje eingesetzt. Dafür rückte am 12.11. der II. Zug und Teile des III. Zuges zur Verkehrsregelung und zur Besetzung von Meldeköpfen auf der Strecke von der Bistrica-Mündung bis Dobrun ab. Der I. und der Rest des III. Zuges setzte die Verkehrsregelung in und bei Pryepolje fort. Am 13.11. rückte der I. Zug zur Verkehrsregelung nach Visegrad ab. Am 14.11. marschierte der Tross und der Rest des III. Zuges in Richtung Visegrad ab. 2 Pkw. und Fahrer hierzu wurden an den Straßenkommandanten von Pryepolje abgestellt. Am 16.11. traf der Rest der Kompanie in Visegrad ein. Tross und Rest III. Zug befanden sich etwa 3 km vor dem Ort. Ein Blockposten wurde eingesetzt und der Verkehr an den kurvenreichen Engstellen vor Visegrad überwacht. Die Kompanie blieb nun so eingesetzt bis zum Ende des Monats. Am 20.11. wurden 5 Feldgendarmen zur Besetzung eines Ablaufpostens nach Dobrun kommandiert. Am 25.11. wurde der I. Zug nach Jagodina zurückgenommen. Am 26.11. wurden weitere 6 Feldgendarmen mit 2 Pkw. wegkommandiert und zwar zum Heeresgruppensonderstab Otto.

Am 7.11. fielen bei einem Luftangriff auf Pryepolje die Kompanie-Angehörigen

Leutnant Josef Förster,
Feldwebel Friedrich Großhans,
Unteroffizier Milkau.

Bei einem Luftangriff auf Sjenica fiel am gleichen Tage

Unteroffizier Paul Höring.

Ferner wurden bei diesen Angriffen 14 Kompanie-Angehörige verwundet. Der schwerverwundete Unteroffizier Lehmann wurde dem Feldlazarett 6/592 übergeben.
Am 27.11. traf Hauptmann Altevogt als Kompaniechef bei der Kompanie ein. Im November musste 1 m. Pkw. infolge Getriebeschadens vernichtet werden.
 

Am 1.12.44 befand sich derTross und der Rest des III. Zuges etwa 3 km. vor Visegrad. An den kurvenreichen Engen vor Visegrad wurde ein Blockposten eingesetzt. Der II. Zug und Teile des III. Zuges regelten Verkehr und versahen Dienst an den Meldeköpfen auf der Strecke von der Bistricamündung bis Dobrun. Der I. Zug kehrte von der Verkehrsregelung aus Jagodina zurück. Am 3.12. sammelte sich die gesamte Kompanie und rückte nach Sarajevo ab, wo sie noch am gleichen Tage um 21.00 Uhr eintraf. Die zum Sonderstab Otto kommandierten Feldgendarmen kehrten zur Kompanie zurück. Etwa 12 km vor Sarajevo wurde Quartier bezogen. Vom 4. - 14.12. lag die Kompanie verladebereit. Schadhafte Kfz. wurden repariert, Ausrüstungs- und Bekleidungsstücke in Ordnung gebracht und MG-Ausbildung durchgeführt. Als Geleitschutz für einen Transport von Lasva nach Sarajevo wurde am  15.,16. und 17.12. der I. und III. Zug abgestellt. Dieses Geleit wurde am 15.12. von Banden überfallen, wobei Oberfeldwebel Mungenast und Unteroffizier Otto Habricht verwundet wurden. Unteroffizier Otto Habricht ist am 16.12. an den Folgen dieser Verwundung im SS-Korps-Lazarett 505 in Sarajevo verstorben.
Zur Verkehrsregelung und Dienstleistung bei den Meldeköpfen wurden am  22.12. der I. Zug und Teile des III. Zuges auf der Strecke Blazuj- Kiseljak - Zenica abgestellt, der Rest der Kompanie rückte am 26.12. . nach Zenica ab und bezog am 27.12. in Tetovo, 5 km nördl.Zenica, Quartier. Ein Kommando wurde zur Verkehrsregelung in Zenica eingesetzt. Am 28.12. erfolgte auf Busovaca ein Luftangriff bei dem Feldgendarm Max Hübner schwer verwundet wurde. Vom 29. - 30.12. erkundete ein Kommando auf der Strasse Zenica -Han Begov die zukünftigen Einsatzorte des II. Zuges.

2. Kompanie

Gemäß Abteilungsbefehl Nr. 209 vom 16.06.1944 [...] erhielt die 2. Kompanie im Zuge der Überwachung der zur Betriebsstoffeinschränkung befohlenen Maßnahmen nachstehenden Befehl:
1. Einsatzwelle:

Zeit: 22.06. - 05.07.1944
Einsatzgebiet: 1 Zug im Stadtgebiet Saloniki und Ausfallstrassen nach Athen, Sofia und Sedes. 1 Zug erhält noch Sonderbefehl. 1 Zug verbleibt im A.V.L. (Hafen Saloniki)

Insgesamt wurden überprüft:

WH, WL und WM:         3441 Lkw, 1969 Pkw und 676 Kräder
griechische Fahrzeuge:    640 Lkw, 283 Pkw und 29 Kräder

Wegen Verstoßes gegen die für den Kfz.-Verkehr bestehenden Anordnungen und Bestimmungen wurden 92 Meldungen über deutsche und 21 Meldungen über griechische Fahrzeuge erstattetet und an Oberkommando Heeresgruppe E/O.Qu. weitergegeben.

2. Einsatzwelle:

Zeit: 13.07. - 26.07.1944
Einsatzgebiet: je 1 Zug in Larissa und Katerinie mit Ausfallstrassen.

Die in Larissa durchgeführten Verkehrskontrollen wurden überprüft:

1507 Lkw, 1069 Pkw und 471 Kräder

wobei 169 Verstöße gegen die Bestimmungen des Kfz.-Verkehrs festgestellt wurden. 123 meldungen wurden weitergegeben. Wo geringfügige Mängel in Bezug auf die Ausfüllung von Fahrbefehlen und die Führung des Fahrtnachweisheftes festgestellt wurden, fand lediglich eines Belehrung seitens des Streifenführers statt; von einer Meldung wurde dabei abgesehen.
Durch ein Einsatzkommando wurden die Ausfallstraßen Katerinis besetzt. Ferne wurden zu verschiedenen Zeiten Stadtstreifen eingeteilt. Der Kfz.-Verkehr war sehr schwach. Von den 79 kontrollierten Lkw und 34 Pkw wurden 8 Kfz. beanstandet, die Meldungen weitergegeben.
Zusammenfassend ist zu sagen, daß sämtliche Meldungen im wesentlichen Fälle betreffen, in denen keine Fernfahrtgenehmigungen vorlagen, kein Fahrbefehl vorhanden oder der Fahrbefehl mangelhaft ausgefüllt war, das Fahrtnachweisheft nicht ausgefüllt war, überflüssige Fahrten durchgeführt wurden, der Laderaum nicht genügend ausgenützt war usw. Das lässt darauf schließen, daß die Überwachung der Kfz. durch die Einheitsführer nicht ausreichend war und die Bestimmungen nicht genügend bekannt oder beachtet worden waren.

Aus dem Bericht der Kompanie über die Tätigkeit im Monat Juli 44 ist weiter zu entnehmen:
Verkehrsregelung wurde durchgeführt durch den Aussenposten Gorna-Djumaja: Die Nachschubstrassen hatten durch zahlreiche Unwetter schwere Schäden erlitten, die den verkehr behinderten und zeitweilig lahmlegten; die Beseitigung der Missstände wurden durch den Aussenposten immer wieder veranlasst und die Strassen hergerichtet. Zur Erkundung und Überwachung des Straßenzustandes wurden laufend Streifen eingesetzt.
Die gem#ß Abteilungsbefehl Nr. 212 vom 07.07.1944 befohlene Strassenerkundung [...] wurde von der 2. Kompanie durch 2 Offiziere und 6 Unteroffiziere und Mannschaften ab 14.07. durchgeführt. Erkundet wurden die Straßen Larissa-Kozani-Veria-Saloniki und Saloniki-Edessa-Florina. Das Ergebnis wurde dem Oberkommando Heeresgruppe E/General der Pioniere zur Auswertung vorgelegt.

Im Berichtsmonat wurden 5 Verkehrsunfälle bearbeitet. An Diebstählen wurden festgestellt und verfolgt: 5 durch Wehrmachtangehörige ausgeführte Diebstähle (Lebensmittel, Uhr, Öl), 22 durch griechische Zivilisten ausgeführte Diebstähle (Schuhe, Kfz.-Reifen, Wehrmachtfahrräder, Kleidungsstücke, Baumaterialien, Handwerkszeug, Kohlen, Holz usw.). Im Zuge der Bearbeitung der von der Geheimen Feldpolizei eingegangenen 32 Fahndungsersuchen nach insgesamt 169 Wehrmachtangehörigen und 42 anderen Personen konnte 1 italienischer Wehrmachtangehöriger, der seit der Badoglio-Revolte flüchtig war, festgenommen werden.
37 Vorgänge wurden bearbeitet: Hehlerei an Kfz.-Reifen, Schiebungen von Zigaretten nach Deutschland, Schwarzhandel, Verstoß gegen die Devisenbestimmungen, Plünderung, Trunkenheit, Widerstand, Selbstmordversuch, Postraub, Kameradendiebstahl, sowie Arbeitsverweigerung durch 15 Griechen, Beschlagnahme eines griechischen Lkw mit Öl wegen Schmuggel, Beförderung von Schmuggelgut in SF-Zügen durch Griechen unter Mitwirkung des Bahnhofoffiziers, Schiesserei zwischen Nationalen und Kommunisten (6 Tote) u.a. mehr. Hierzu wurden 163 Vernehmungen durchgeführt und I06 Festnahmen vorgenommen.

Zum Schutz der Heeresversorgung und Zivilverwaltung wurden, in der Berichtszeit vom Hafenkommando bei Tag und Nacht im gesamten Hafengebiet ständig Streifen durchgeführt. Hierbei wurden die Be- und Entladungen von Eisenbahnzügen sowie der im. Hafen liegenden Schiffe überwacht, um Diebstähle zu verhindern. Die zugeteilten beiden Heereshunde wurden zu den Streifen mitgenommen. Dadurch wurden die Fälle strafbarer Handlungen, insbesondere des Diebstahls von Wehrmachtgut, innerhalb des Hafengebiets beträchtlich vermindert. 2 größere Diebstähle (24 kg Röstkaffee und 23 kg Pfeffer, sowie 30 kg Kakaopulver, ferner 18 Kisten mit 118.900 Zigarren) wurden aufgedeckt die Zigarren wurden unter Mithilfe der zur Bewachung eingesetzten griechischen Polizisten entwendet.
Vom Kommando bei den W.V.-Betrieben wurden 13 Tages- und Nachtfahrten mit dem Kontrollboot im Golf von Saloniki, sowie südlich Epanomie, Kalikratia und Nea-Modani zur Überwachung der Nachtfischer durchgeführt. Die Fisch- und Konservenfabrik, das Schlachthaus, die Wurstfabrik und die Kleinausgabestelle Harelau, sowie die Holzverladestelle am Bahnhof wurden ständig überwacht.
Strassen- und Lokalstreifen überwachten die Disziplin der Wehrmachtangehörigen - bis auf geringe Ausnahmen waren keine Beanstandungen zu treffen.

Im Zuge der Austauschversetzung wurden 3 Feldwebel, 8 Unteroffiziere und 6 Mannschaften zum Ausbildungsbataillon der der Korpsgruppe Saloniki und 3 Feldwebel, 1 Unteroffizier und 12 Mannschaften vom Feldgendarmerie-Ersatz-Regiment zur Kompanie versetzt. Leutnant Schürer kam an Stelle von

Im Monat August erstreckte sich die Tätigkeit der Kompanie vorwiegend auf die Ermittlung strafbarer Handlungen, ferner auf die Durchführung von Streifen. In der zweiten Hälfte des Monats befand sich ein Kommando in Stärke von 1/11 und gegen Ende des Monats ein weiteres Kommando in Stärke von 2/50 Im Einsatz auf Kassandra. Soweit abgeschlossene Vorgänge in Frage stehen, lag sowohl zahlenmäßig wie auch in Bezug auf den Unrechtsgehalt der einzelnen Straftaten die Straffälligkeit der Wehrmachtsangehörigen und der Zivilisten etwas unter dem Durchschnitt der Vormonate. Die bearbeiteten Vorgänge von Reifen- und Fahrraddiebstählen sind in der Berichtszeit nicht mehr gemeldet worden. Das Aufhören dieser Sabotage an Wehrmachtsgut ist zum großen Teil auf den Ansatz von V-Leuten zurückzuführen, die zur Ermittlung der Täter und Hehler wesentlich beigetragen haben. Der Ansatz der V-Leute hat sich also insoweit voll bewährt. Neben den reinen Feldgendarmerieaufgaben fand in der Kompanie laufend Unterricht über' Tagesfragen, sowie über MG, MPi und Pi statt. Dazu wurde praktische Ausbildung an diesen Waffen, ferner formale und Geländeausbildung vorgenommen.

Zur Verkehrsregelung wurde die Kompanie diesmal nicht eingesetzt, lediglich das Kommando Gorna-Djumaja hatte den Nachschubverkehr durch mot.-Streifen zu überwachen. Kfz.-Kontrollen ergaben 9 Beanstandungen geringer Art. 1 Verkehrsunfall wurde bearbeitet. An Diebstählen, ausgeführt durch Wehrmachtangehörige, wurden bearbeitet: 6 Vorgänge wegen Diebstahls von Ausrüstungs- und Bekleidungsstücken, 3 wegen Diebstahls von Weintrauben, je 1 Diebstahl von 60 l. Kraftstoff, Schafe, Kälber und Butter.

24 Diebstäöle - ausgeführt von Zivilisten - wurden aufgedeckt und bearbeitet: gestohlen wurden u.a. Säcke verschiedener Art, Wäschestücke, Lebensmittel, Kfz.-Reifen, Förderbandgurt, 22 Rollen Draht, ferner 1 Radio, 1 Winteruniform, Wäsche und Decken durch Personen, die mit kommunistischen Banden in Verbindung stehen.

30 Vorgänge wurden bearbeitet: Verkauf von Bier an Griechen durch 1 Soldaten der KdF-Frontbühne, mehrere Vorgänge wegen.Hehlerei, wegen unerlaubten Handels mit Zigaretten und Tabaken, Hehlerei an Kfz.-Reifen, Plünderung und Erpressung griechischer Personen durch nationale Banditen, Verletzung 1 Soldaten durch griechische Kommunisten, Verschiebungen, Verlassens der Arbeitsstelle, u.a. mehr. 152 Vernehmungen wurden hierzu durchgeführt, 71 Festnahmen vorgenommen.

Der Einsatz zum Schutz der Heeresversorgung und Zivilverwaltung erstreckte sich im Wesentlichen beim Kommando der WV-Betriebe auf die Überwachung der Fischerei mittels Kontrollboot im Golf von Saloniki, wo 16 Tages- und Nachtfahrten durchgeführt und jeweils  - zum Zwecke der Brennstoffersparnis - die Fänge der Fischer von See übernommen und zur Fabrik gebracht wurden. Die sonstigen Kontrollen waren genau dieselben wie im Vormonat.

Bei den durchgeführten Strassen- und Lokalstreifen brauchte - wie im Vormonat - nur vereinzelt und nur wegen geringfügiger Verstöße von Wehrmachtangehörigen gegen die Disziplin eingeschritten werden.

Unternehmen Kassandra: auf Grund V-Mann-Meldungen gab Korpsgruppe Saloniki, Ic, bekannt, daß auf Kassandra kommunistische Unruhen beginnen, die sich vor allem auch äußerlich durch Arbeitsverweigerung dortiger Arbeiter, bei deutschen Dienststellen (Nea-Modania usw.) äußern. Die Abteilung befahl daher, daß ein Aufklärungskommando unter Führung von Leutnant der Feldgendarmerie Schürer zur Halbinsel Kassandra abrücke. Am 21.8. Abfahrt mit, 3 Pkw, 2 Solokrädern und 1 B-Krad, Stärke 1/11 und 1 Dolmetscher. 22.3. früh Ankunft in Walta. Unterwegs wurden bereits Bürgermeister und eimnzelne Bürger der durchfahrenen Orte vernommen. In Walta wurde Verbindung, mit den Kommando der Nationalgriechen, Major Karamitzos, aufgenommen. Ein Kommando nahm befehlsgemäß den griechischen Oberleutnant der Nationalgriechen Xipolitos mit seinem Sohn zusammen fest (Erpressung der Bevölkerung) zur Ablieferung an das Kz. Saloniki. Nach einer Reihe weiterer Vernehmungen Abmarsch von 9 Feldgendarmen mit einem weiteren Dolmetscher, in 2 Gruppen geteilt, nach Kapsochora auf Pferden und Tragtieren verlastet. Aufklärung, Vernehmungen und Ermittlungen in Pasarakia, Polichronos, Chanioti und Kapsochora, dort Weitermarsch zusammen über Kap Chruso nach Paliuri. In der Chruos-Bucht Sicherstellung, des von obengenannten Oberleutnant beschlagnahmten Getreides. Am 26.8. Vernehmungen und Festnahmen in Paliuri und Nea Skioni; vor allem konnten 3 Rädelsführer, nämlich ich 3 Lehrer, festgenommen werden. Bis 29.8. zahlreiche weitere Vernehmungen. Abends Abrücken nach Kalandra. Dort wurde mitgeteilt, daß Walta von Banditen angegriffen worden sei, weshalb sich das Kommando sofort zum Restkommando noch Walta begab. Dieses Restkommando, unter Führung von Oberfeldwebel Haab wehrte zusammen mit etwa 30 Mann des nationalgriechischen. Sicherheitsdienstes einen Angriff von 80-100 Partisanen auf Walta von 3 1/2 stündiger Dauer ab. Hierbei zeichnete sich besonders Feldwebel Pilkan aus, der gegen l0 Banditen sich behauptete, hiervon 2 erschoss und 2 schwerverwundete. Feldwebel Pilkan wurde am 17.9. mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Oberfeldwebel Haab verständigte die 2. Kompanie von der neuen Lage, welche sofort mit 55 Mann nach Kassandra abrückt, jedoch beim Eintreffen die Lage geklärt findet, da die Banden geflohen sind. Am 30.6. rückt die Kompanie  wieder zusammen mit dem Aufklärungskommando in Saloniki ein.

Die Kompanie war, wie im Vormonat, vornehmlich zur Ermittlung strafbarer Handlungen, sowie zum Streifendienst, eingesetzt. Die von den, Griechen begangenen Straftaten überwogen, wie bisher, bei weitem die Vorgänge über Straftaten von Wehrmachtsangehörigen. Da jedoch - durch das Kriegsgeschehen bedingt - die bisherigen Gerichte sich nicht mehr mit der Aburteilung von Griechen befassen konnten, wurden nur noch schwerwiegende und die deutschen Interessen erheblich verletzende strafbare Handlungen von Griechen, z.B. Sabotage, aufgegriffen und dem Generalkommando LXXXXI. Armeekorps z.b.V./Ic übergeben. Kleinere Fälle wurden in Form einer einfachen Meldung der Standortkommandeur abgegeben. Es wurden bearbeitet: 6 Diebstähle, durch Wehrmachtangehörige ausgeführt, 23 durch Griechen. Zu bemerken ist, daß in den beiden letzten Monaten keine Diebstähle an Kfz.-Reifen und an Fahrrädern deutscher Dienststellen mehr gemeldet worden sind. 24 Fälle sonstiger strafbarer Handlungen wurden bearbeitet (Hehlerei, Unterschlagung, Schwarzhandel, kommunistische Umtriebe, Plünderung). Hierzu waren insgesamt 113 Vernehmungen und 38 Festnahmen erforderlich.
Die Kfz.-Kontrollen - wöchentlich zweimal nach Angabe der Abteilung im Stadtgebiet Saloniki durchgeführt - hatten 11 Meldungen zur Folge (Fahren ohne Fahrbefehl, Nichtausnutzung der Ladefläche, Fehlen der Kfz.-Papiere und dergleichen). 2 Verkehrsunfälle wurden bearbeitet.
Das Kommando Gorna-Djumaja kehrte infolge der militärischen Ereignisse in Bulgarien am 6.9. zur Kompanie zurück.
Das Kommando bei den WV-Betrieben hatte die üblichen Aufgaben, lediglich ergab sich die Notwendigkeit, nach Fliegerangriffen sofortige Kontrollen des Geländes durchzuführen. 3 kleine Diebstähle wurden ermittelt.
Das Hafenkommando führte ebenfalls die bisher üblichen Kontrollen und Überwachungen durch. Auch hier musste diese Tätigkeit besonders nach Fliegerangriffen verstärkt werden, da viele Fenster und Türen der einzelnen. Lager durch die Angriffe stark beschädigt waren, sodaß die Gefahr der Diebstähle besonders groß war. Im einzelnen wurden 11 Ermittlungsvorgänge, hauptsachlich wegen Diebstahls von Wehrmachtsgut, bearbeitet, 5 Hausdurchsuchungen vorgenommen und 2 1/2 Kisten Fleischkonserven, sowie 9 Kartons Notverpflegung sichergestellt. 2 Mann des Kommandos waren vom 1.-I6.9. täglich zur Regelung der Bierausgabe in der Brauerei "Fix" abbestellt.
Bei den Strassen- und Lokalstreifen musste in 7 Fällen wegen undisziplinierten Verhaltens deutscher Wehrmachtangehöriger in der Öffentlichkeit eingeschritten werden. Die Meldungen sind an die Standortkommandantur weitergeleitet worden.

Der Monat Oktober stand unter dem Zeichen der Absetzbewegung von Griechenland. So trat auch der Ermittlungsdienst gegenüber anderen Aufgaben zurück. Vornehmlich wurden die Maßnamen getroffen, die zur Herbeiführung jederzeitiger Abmarschbereitschaft erforderlich waren. Insbesondere wurden sämtliche Fahrzeuge in fahrbereiten und möglichst fahrsicheren Zustand gebracht, sowie mit Tarnnetzen versehen. Die sich steigernden Unruhen im Stadtgebiet machen einen erhöhten Streifendienst erforderlich. Im Ermittlungsdienst wurden sämtliche noch nicht erledigten Vorgänge zum Abschluss gebracht. Die noch vorhandenen sichergestellten Gegenstände wurden einer zweckentsprechenden Verwertung durch die zuständigen Stellen zugeführt.
Die Kompanie war nach Abrücken des Abteilungsstabes (14.10.) zunächst dem Oberkommando Heeresgruppe E/Id, Major Langenfass und danach dem Generalkommando LXXXXI. Armeekorps z.b.V. bzw. dem Kampfkommandanten Saloniki unterstellt.
Im Verkehrsdienst war vor allen der Abmarsch der in Saloniki liegenden Einheiten zu regeln.
Am 03. und 04.10. wurde die Kompanie zu einer Groß-Kontrolle sämtlicher Kfz. in Saloniki eingesetzt. 62 Pkw, 56 Lkw und 24 Kräder wurden kontrolliert. 7 Kfz. hiervon wurden beanstandet. 2 Verkehrsunfälle wurden bearbeitet. 2 Diebstahlsfälle von Wehrmachtsangehörigen ausgeführt, wurden bearbeitet, ferner 10 Fälle, durch Griechen ausgeführt. 21 Fälle sonstiger strafbarer Handlungen (11 Eigentumsdelikte, Urkundenfälschung, Notwehr, Körperverletzung, Wehrkraftzersetzung, Schwarzhandel), 94 Vernehmungen wurden insgesamt durchgeführt und 14 Festnahmen vorgenommen.
Die Strassen- und Lokalstreifen stellten im allgemeinen keine schwereren Verstöße gegen die soldatische Disziplin fest. Lediglich in 3 Fällen musste eingeschritten werden.
Ab 4.10. wurde der l. Zug dem Marine-Auffangstab Oberstleutnant Hesse-Worthmann zugeteilt. Zwecks Sammlung der versprengten Marineangehörigen sowie der Männer aufgelöster Marineeinheiten wurden in Saloniki 4 Auffanglager errichtet. Zu diesen Marine-Auffanglagern wurden vom l. Zug verschiedene Sonderkommandos gestellt, und zwar am 4.10. je 2 Feldgendarme zu den Lagern Schule-Nord und Tsimiskistrasse und am 5.10. 4 bzw. 5 Feldgendarme zu den Lagern Ajax und Frontleitstelle. Die Tätigkeit dieser Kommandos erstreckte| sich auf Überwachung des gesamten Lagerbetriebes, Verpflegung und Unterbringung der Männer, Verhinderung des Verkaufs von Wehrmachtgut und Verhütung von Diebstählen, ferner Überwachung der Manneszucht und Ordnung sowie Überwachung der Ausladung der Schiffe und Zuführung der Marine-Angehörigen zu den Lagern. Der Rest des 1.Zuges stand als z.b.V. Kommando zur Überwachung der Angehörigen der Mittelmeer-Reederei usw. zur Verfügung. Kommando Ajax kehrte am 25.l0. die anderen Kommandos am 28.l0. zur Komp. zurück. Am 5.10. wurde 1 Begleitkommando von 12 Feldgendarmen für Schenker & Co. nach Stavros gestellt.
Für den 29. und 30.10. erhielt die Kompanie vom Kampf-Kommandanten den Befehl, alle lebenswichtigen Betriebe Salonikis (Alatinimühle, E-Werke I, II und III, Straßenbahndepot, Wasserwerk, Azetylenwerk) zu besetzen, um diese Werke dadurch dem Zugriff der Banden unter allen Umständen zu entziehen und um nötigenfalls als Sicherung für die vorbereitete Sprengung dieser Objekte bei Unruhen zu dienen. Alle Werke wurden mindestens in Gruppenstärke besetzt. In der Unterkunft der Kompanie blieb nur ein Kommando zur Sicherung der Unterkunft zurück. Der l. Zug übernahm am 30.l0. nach Erledigung seines Auftrags in der Alatinimühle und im Straßenbahndepot die Seitensicherung des Bataillons Pflumm für dessen Marsch durch Saloniki bis zur Infanterie-Kaserne.
Nach Erledigung des Auftrags rückten l. Zug und die Kommandos zum Sammelplatz der Kompanie am Wardarplatz. Lediglich das Kommando E-Werk II war nicht zur Stelle und auch fernmündlich nicht erreichbar. Da auch die beiden nach dort befohlenen Kradmelder Oberfeldwebel Maurer und Oberfeldwebel Kievernagel nicht mehr zurückkehrten, entschloss sich der Kompaniechef zu einer gewaltsamen Aufklärung. Er fuhr mit einem Sturmgeschütz und 2 Panzern zu dem von Elas-Banditen eingeschlossenem E-Werk II, um das Kommando zu entsetzen. Das Kommando erreichte daraufhin vollzählig und ohne Verlust den Sammelpunkt der Kompanie.
Am 30.10. gegen 13.30 Uhr wurde Saloniki durch die Deutsche Wehrmacht geräumt. Die Kompanie rückte mit Teilen des Polizei-Bataillons III./18 aus Saloniki in die Gegend von Lakhanokepos (ca.15 km NW Saloniki) ab. Dort übernahm die Kompanie zusammen mit dem Polizei-Bataillon III./18 die Sicherung der zur Sprengung vorbereiteten Strassen- und Eisenbahnbrücken über den Gallikos für die zuletzt abzielenden Einheiten.
Am 31.l0. wurde die Kompanie aus dem Verband des Polizei-Bataillons III./18 herausgelöst. Sie rückte nun in Richtung Mitrovica ab und erreichte am 31.Gradsko. Am 1.11. wurde 1 Tag Marschpause zur Instandsetzung einiger Kfz. eingelegt. Am 2.11. Abmarsch über Veles nach Skoplje von dort am 3.11.nach Urosevac (50 km NNW Skoplje). Hier wurde die Kompanie zunächst dem Auffangstab Heeresgruppe E Oberstleutnant Hesse-Worthmann für besonderen Einsatz unterstellt, jedoch nicht dazu benötigt. Bis auf ein Kommando von l/20 zur Stadt- und Verkehrsstreife und Zugkontrolle in Urosevac rückte deshalb die Kompanie am 6.11. nach Kos.-Mitrovica ab und traf dort am 07.11. ein. Hier fand gem. g. Kdos. Befehl des Oberkommandos Heeresgruppe E eine Aussonderung und Abgabe von Kompanie-Kfz. statt, sowie die Vernichtung einiger Kräder. Am 13.11. traf das zurückgebliebene Kommando aus Urosevac ein. Nunmehr erfolgte der weitere Landmarsch nach Kraljevo. Hier wurde die Kompanie dem XXXIV. Armeekorps unterstellt und gem. Weisung Stomü des XXXIV. Armeekorps, Major Schulz, auf der Strecke Jelendo - Uzice - Straßengabel Dobrun zur Verkehrsregelung eingesetzt.
Am 15.ll. Abmarsch nach Pozega (15 km O. Uzice). 2 Gruppen des 2. Zuges verblieben in Jelen Do bzw. Pozega zur Verkehrsregelung. Am 16.11. marschierten die übrigen Teile Kompanie nach Uzice weiter. Bis hierher erreichte die Kompanie seit dem Abrücken aus Saloniki ohne besondere Zwischenfalle und Feindeinwirkung ihre Marschziele. Nunmehr bezog die Kompanie in Uzice Unterkunft. Der l. Zug übernahm vornehmlich die Verkehrsregelung auf der Marschstrasse Uzice bis Straßengabel Dobrun (ausschl.), sowie Begleitkommandos zur Durchschleusung der U-Kolonnen und ab 23.11. auch Verkehrsregelung und Streifendienst im Stadtgebiet Uzice. Der Rest des 2. Zuges und der 3. Zug waren zur Verkehrregelung in Uzice und zum Streifendienst im Stadtgebiet eingesetzt. Bei den Streifen wurden im wesentlichen Wehrmachtangehörige ohne Marschpapiere angetroffen und zur Marschleitstelle gebracht. Ferner wurden eine Anzahl weiblicher Personen in Wehrmachtbekleidung angetroffen. Die Uniformstücke wurden gem. Befehl Kommandierenden General XXXIV. Armeekorps abgenommen und der Marschleitstelle zugeführt.
Am 23.11. traf ein anglo-amerikanischer Luftangriff vor allem die Innenstadt von Uzice. Die Unterkunft des 3. Zuges wurde völlig zerstört und der Abstellplatz der Fahrzeuge des Zuges schwer getroffen.

Oberfeldwebel Ludwig Zech
Feldwebel Alfred Steyer
Unteroffizier Fritz Ohlendorf
Obergefreiter Albert Bergmann

ließen hierbei ihr Leben. Der schwer verwundete Stabsfeldwebel Artur Radszuweit erlag seinen Verwundungen am 15.12.1944 in Sarajevo. Ebenfalls wurde Oberfeldwebel Ott verwundet. 3 Pkw, sowie Waffen und Gerät fielen total aus.
Die Kompanie wurde sofort zu Aufräumungsarbeiten im Stadtgebiet sowie zur Bergung der Toten und Verwundeten eingesetzt. Der Durchgangsverkehr erfuhr nur eine kurze Unterbrechung. Die Verkehrshindernisse auf den Marschstrassen (Bombentrichter und eingestürzte Mauern) wurden dank des tatkräftigen Eingreifens der Kompanie-Angehörigen rasch beseitigt.
Ab 27.11. stellt der 3. Zug 4 Mann zur Überwachung der Verladung der Verwundeten.
Am 27.11. wurden die 4 Gefallenen der Kompanie auf dem Kriegsfriedhof Uzice unter militärischen Ehren beigesetzt.

Am 02.12.1944 Abmarsch der gesamten Kompanie von Uzice nach Viserad (gem. Befehl XXXIV. Armeekorps). 03.11. Eintreffen in Visegrad. Gem. Befehl XXXIV. Armeekorps wird die Kompanie im Raum Visegrad zur Verkehrsregelung eingesetzt. Der II. Zug stellt ein Kommando in Jagodina, übernimmt die Ablaufstelle Visegrad - Ost und die Verkehrsregelung, in der Stadt. Der III. Zug übernimmt die Verkehrsregelung westlich der Drina mit Pass einschließlich. Nach Abrücken der SS-Division Prinz Eugen übernimmt der III. Zug auch die Ablaufstelle Visegrad - West. Der I. Zug ist nicht eingesetzt.
13.12.44 übernimmt der I. Zug, da starker Verkehr zu erwarten ist, die Ablaufstelle Visegrad - West und Verkehrsregelung westlich der Ablaufstelle bis Semece. Der III. Zug übernimmt die Verkehrsregelung Drina - Brücke (einschl.) bis Ablaufstelle -West (ausschl.). II. Zug übernimmt auf Anforderung des Kampfkommandanten den Abtransport der Verwundeten und Kranken aus Visegrad durch Verladung auf durchziehende Lkw.-Kolonnen. Nach Verlegung des XXXIV. Armeekorps wird die Kompanie der Kampfgruppe L (Scholz, 104. Jäger-Division) unterstellt. Einsatzmässig hat das neue Unterstellungsverhältnis keinen Einfluss. Versorgungsmässig ergeben sich insbesondere in Bezug auf Kraftstoffversorgung Schwierigkeiten.
Ab 24.12. untersteht die Kompanie dem V. SS-Gebirgskorps. Gem. Befehl Ia/Verkehr wird der Kompanie der Abschnitt Visegrad - Semece zur Verkehrsregelung zugewiesen. Ablaufstelle-West erhält den Befehl, die Feldgendarmerietrupps 922, 1126, 674 und 662 beim Durchmarsch zu erfassen und in den Raum westlich Rogatica zur Übernahme der Verkehrsregelung einzuweisen. Auf Grund dieses Befehls wurde das Kommando in Jagodina eingezogen. Von den aufgeführten Trupps hat bis 31.12. keiner die Ablaufstelle passiert.

Bemerkungen
1. Allgemeines:
Die Kompanie ist im Raum von Visegrad nicht voll ausgelastet. Der Einsatz der Komp. nur zu Verkehrsregelungsaufgaben entspricht nicht der Ausbildung der Feld-Gendarmerie. Die Feldgendarmerie hat, trotzdem ihr die Straßenverhältnisse bestens, vertraut, keinerlei Einfluss auf die Marschbewegung. Zweckmäßig wäre es, der Feldgendarmerie verantwortlich die gesamte Marschüberwachung, das Abrufen der einzelnen Marschgruppen, Festlegung der Verkehrsseiten für bespannte und motorisierte Einheiten sowie die Ablaufstellen im Einvernehmen und auf Anweisung der höchsten Kommando-Behörde zu übertragen. Aus diesem Grunde wäre es zweckmäßig, die zur Verkehrsregelung eingesetzten Feldgendarmerie-Einheiten nur versorgungsmässig der im Verkehrsabschnitt eingesetzten Kampfgruppe zu unterstellen.
Zur reibungslosen Abwicklung des Verkehrs ist eine straffe Zusammenfassung aller im Einsatzraum eingesetzten Feldgendarmen unbedingt erforderlich. Es ist unmöglich, dass Feldgendarmen verschiedener Einheiten mit entgegenstehenden Aufträgen im gleichen Straßenabschnitt Dienst machen und versuchen, unter Anwendung aller Mittel den ihr von ihrer vorgesetzten Dienststelle erteilten Auftrag, der häufig eine bevorzugte Behandlung der eigenen Truppe gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern erzwingen soll, durchzusetzen. Zweckmäßig ist überschlagender Einsatz und regelmäßige Dienstbesprechungen der verantwortlichen Feldgendarmerie-Offiziere. Durch die Streitigkeiten der Feldgendarmerie untereinander und sich widersprechende Befehle wird das Ansehen der Feldgendarmerie innerhalb der Wehrmacht schwer geschädigt.

2. Nachrichtenmittel:
Das Nachrichtennetz reicht, um einen reibungslosen Ablauf der Marschbewegung zu gewährleisten, nicht aus. Ein eigenes Nachrichtennetz für die Zwecke der Verkehrsregelung und Marschüberwachung bzw. die Genehmigung im Verkehrsdienst Ausnahmegespräche zu führen, ist unbedingt erforderlich, da Befehle in Bezug auf Änderung der Marschzeiten oder Ablassen von Marschkolonnen zu spät bzw. überhaupt nicht ankamen und dadurch Verkehrsschwierigkeiten und Stockungen entstanden. Dadurch wurden Einheiten aller Art gezwungen, unter schwierigsten Witterungs- und Wohnverhältnissen ungewöhnlich lange zu halten. Dieses hätte bei rechtzeitiger Benachrichtigung der in Frage kommenden Stellen vermieden werden können.
Der Mangel an Krädern macht sich in der Marschüberwachung und Verkehrsregelung unangenehm bemerkbar, da infolge der mangelnden Marschdisziplin fast aller Truppenteile die Ursache einer Verkehrsstockung oft kilometerweit voraus liegt und ein Durchkommen mit einem Pkw unmöglich ist. Ferner ist zur Überwachung der Marschdisziplin ein wendiges und schmales Kfz unbedingt erforderlich.

3. Einsatzstäbe:
Die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzstäbe und Abschnittskommandanten lasst zu wünschen übrig. Insbesondere in Bezug auf Marschzeiten würden sich widersprechende Befehle gegeben, wodurch an den Abschnittsgrenzen Stauungen und Verkehrsschwierigkeiten entstanden. Ferner wurden Befehle in Bezug auf Vorfahrt von mot. oder besp. Einheiten plötzlich geändert, sodass die eingesetzten Feldgendarmen über die Verkehrslage nicht mehr unterrichtet waren und den marschierenden Einheitsführern falsche Anweisungen gaben. Infolgedessen entstanden Verkehrsschwierigkeiten und Zusammenstösse mit den Führern der betreffendem Einheiten. Außerdem wird dadurch das Ansehen der Feldgendarmerie geschädigt, da die Truppe in der Regel annimmt, dass die Feldgendarmerie für die gesamte Marschbewegung verantwortlich ist.
Die Ablaufstellen sind häufig nicht durch fachlich geschulte Kräfte besetzt (z.B. Sonderführer Z, Dolmetscher, Kriegsverwaltungsräte u.a.). Es fehlt den eingesetzten Leitern der Ablaufstellen die Erfahrung und der Überblick in Verkehrsfragen. Die zweckmäßige Beseitigung von Verkehrsschwierigkeiten wird häufig nicht erkannt.

4. Straßenwinterdienst:
a) Straßenzustandsmeldungen müssen laufend und rechtzeitig die Ablaufstellen erreichen. Die Zustandsmeldungen müssen enthalten: Schneeverhältnisse, Zustand der Strassendecke, ob Zweibahnverkehr
möglich.
b) Streumaterial ist nicht vorhanden. In den Bergen ist die Beschaffung von Streumaterial an den gefährdeten Punkten nur schwer möglich. Das Streumaterial muss vor Anbruch des Winters an die gefährdeten Straßenstücke gebracht, frostsicher abgedeckt und mit Schildern versehen werden.
c) Ausfplocken der Fahrbahnbreite hat so rechtzeitig und ausreichend zu erfolgen, dass bei Schneefall auch in der Dunkelheit und im Nebel bei einiger Aufmerksamkeit durch die Verkehrsteilnehmer die Benutzung der Strassen ohne Trosse Absturz- und Abrutschgefahr möglich ist.

5. Veterinärwesen:
Die Ausstattung der besp. Einheiten, insbesondere provisorisch aufgestellter Verbände, mit Wintergerät für Pferde ist zum Teil mangelhaft. Es ist wünschenswert, an verschiedenen Plätzen entlang der Marschstrasse Hufbeschlagschmieden einzurichten, die die Versorgung der besp. Einheiten ermöglichen und die über einen ausreichenden Vorrat an Stollen verfügen.

6. Kfz.-Wesen:
Zur Erhaltung des wichtigen Kfz.-Bestandes wäre die Errichtung ortsfester Instandsetzungsdienste entlang der Marschsstraße notwendig, da die meisten Fahrer nicht in der Lage sind, kleinere Schäden und Mängel an ihren Kraftfahrzeugen zu beheben. Die Bevorratung der wichtigsten Ersatzteile, wie Kupplungsbelege. Bremsbelege u.s.w. (soweit im Rahmen der Ersatzteillage möglich) wäre zweckentsprechend. Ferner wäre es angebracht, diesen I.-Diensten einen Abschleppzug zur Verfügung zu stellen der ggf. auch als Vorspann an besonders schwierigen Straßenstücken eingesetzt werben kann.

7. Muni.-Wesen:
Zwecks Verwendung der von den Einheiten durch Ausfall von Kfz. zurückgelassenen Munition ist die Einrichtung von Muni.-Sammelstellen dringend notwendig. Es ist unmöglich, dass entlang der Marschstrasse große Muni.-Mengen aller Art vorkommen oder den Banditen in die Hände fallen. Darüber hinaus ist ser schwerarbeitenden Heimat gegenüber eine derartige Missachtung ihrer Arbeit untragbar. Es muss den Einheitsführern zur Pflicht gemacht werden, der nächsten erreichbaren Dienststelle eine genaue Meldung über Menge, Art und Lagerungsort der abgeladenen Munition zu erstatten, die dann diese Meldung an das nächste Muni.-Lager weitergibt.

8. Einschreiten durch Offiziere anderer Waffengattungen:
Vielen Offiziere aller Dienstgrade sind die Befugnisse und Vollmachten der Feldgendarmerie im Dienst nicht bekannt. Sonst könnte es nicht vorkommen, dass Einheitsführer ihren Männern die Befolgung von Befehlen der Feldgendarmerie verbieten. Ferner wird von Offizieren in die Verkehrsregelung eingegriffen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Es ist vorgekommen, dass jüngere Offiziere sich als Angehörige der Feldgendarmerie ausgaben und unkontrollierbare Anweisungen gaben, durch die häufig Verkehrsstockungen hervorgerufen wurden.

9. Marschgruppen und Kolonnenführer:
Auf dem Meldekopf Visegrad-West wurde festgestellt, dass vereinzelte Marschgruppen- und Kolonnenführer über die Zusammensetzung, Bewaffnung, Ausrüstung und Fahrzeugausstattung keine Angaben machen konnten oder wollten. Ferner sind Kolonnenführer nicht in der Lage, genaueste Angaben zu machen.

3. Kompanie:

Gem. Abteilungsbefehl Nr. 209 - dem Kriegstagebuch der Abteilung beigefügt - wurde die einsatzmäßige Unterstellung der 3. Kompanie unter die Korpsgruppe Saloniki mit Wirkung vom 16.6. aufgehoben und die Kompanie unmittelbar der Abteilung unterstellt.
Im Zuge des vom Oberkommando Heeresgruppe E/O.Qu. am 15.6.44 befohlenen .Sondereinsatzes zur Überwachung der zur Betriebsstoffeinschränkung befohlenen Maßnahmen wurde die Kompanie wie folgt eingesetzt:

1. Einsatzwelle:
Zeit: 22.6. - 5.7.44
1 Zug im Raum von Edessa, 1 Zug im Raum von Florina, 1 Zug im Raum von Kozani.
Während dieser Zeit des Einsatzes rückt der Tross nach Saloniki ein und bereitet Unterkunft für die Kompanie vor.
2. Einsatzwelle:
Zeit: 13.-26.7.44
1 Zug in Veria mit Ausfallstrassen,. 1 Zug in Trikkala und 1 Zug in Joannina, jeweils mit Ausfallstrassen.

Die Züge wurden wie befohlen eingesetzt, lediglich der in Joannina . eingesetzte Zug wurde am 21.7. nach Florina zurückverfolgt und führte dort die Kontrollen bis einschließlich 28.7. durch. Die Kontrollen wurden zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten durchgeführt Im Zuge beider Einsatzwellen wurden

3.421 Wehrmacht-Kfz. und
515 griech. Kfz.

kontrolliert. Die Kontrollierten Wehrmacht-Kfz. unterteilen sich in

2.209 Lkw,
872 Pkw und
340 Kräder.

Hiervon wurden beanstandet und zur Meldung gebracht:

133 Wehrmacht-Kfz. und
7 griech. Kfz.

Die verhältnismäßig hohe Zahl von angetroffenen Pkw zeigte, daß trotz der vielen ergangenen Befehle immer noch viel zu viel Fahrten mit Pkw ausgeführt werden - ganz besonders war dies bei den in Trikkala und Joannina liegenden SS-Verbänden der Fall. Der Einsatz von Pferdefuhrwerken wurde viel zu wenig beachtet und kaum durchgeführt. Bei Fahrten über l00 km wurde - von ganz wenig Ausnahmen abgesehen - ohne Fernfahrtgenehmigung gefahren.
Ferner wurde festgestellt, daß der Sinn der überall neu eingerichteten Kfz.-Meldestellen noch nicht überall erfasst ist - viele Lkw wurden mit nicht ausgenutzter Ladefläche angetroffen. Die Disziplin der Wehrmachtfahrer war durchweg gut. Wie überall von den Kompanien gemeldet, war auch bei den Kontrollen der 3. Kompanie festzustellen, daß die griech. Kfz., welche in Diensten der deutschen Wehrmacht fahren, durch mangelnde Aufsicht begünstigt Schwarzfahrten mit deutschem Betriebsstoff für eigene Interessen ausführten.
Während des Einsatzes der Züge in den Kontrollorten hat der Kfz.-Verkehr erheblich nachgelassen und somit gezeigt, daß eine Einschränkung möglich ist.
Gleichzeitig mit den Kontrollen wurde eine - vom Oberkommando Heeresgruppe E befohlene Strassenerkundung durchgeführt: Larissa-Trikkala-Joannina-Korca-Florina. Hierüber wurde ein ausführlicher Bericht erstellt und dieser von der Abteilung dem General der Pioniere zur Auswertung vorgelegt.
Für den Monat August 1944 meldet die Kompanie: wöchentlich zweimal Kfz.-Kontrollen zu von der Abteilung befohlenen Zeiten im Stadtgebiet von Saloniki. Kontrolliert wurden

2.312 Kfz. wovon 61

wegen Beanstandungen zur Meldung gebracht wurden.
Mitte August wurde 1 Begleitkommando nach Melissi zur Einholung eines Überfallenen und ausgebrannten Lkw der OT gestellt.
Am 16.8. wurde 1 Kommando, Führer Oberfähnrich Flurschütz (am l0.8. zur Abt. versetzt), mit 11 Feldgendarmen und 3 Lkw dem Wehrwirtschaftsstab, Außenstelle Saloniki, Major Fikentscher, zur Verfügung gestellt.
Aufgabe lautete: Begleitschutz für besondere Erkundungskommandos und Erkundung befahrbarer Strassen, gem. Verfg. O.Qu. ,Qu.2 vom 15.8.44. Da das Kommando, durch die inzwischen entstandenen Transportschwierigkeiten bedingt, nicht wie vorgesehen nach 8-14 Tagen zurückkehren konnte, wird über die Tätigkeit erst im Monatsbericht September berichtet.
Die Kompanie führte ferner 1 Begleitkommando nach Stawros zur Überführung eines Krankentransportes durch und stellte am 28.8. 2 Züge zur Durchführung des Transportunternehmens "Herbstaster". Bei diesem Unternehmen kam es am 29.8. zu einem Zusammenstoss mit Banditen in Höhe der Ortschaft Assiros (Strecke Saloniki-Seres) . Hierbei wurde 1 Grieche getötet, einer verletzt.
An streifen - und einsatzfreien Tagen führte die Kompanie  Waffenausbildung, Unterricht, Fahrzeugpflege und Ausbau von Splitterschutzgräben durch, ferner Kfz.Appelle und Bekleidungsappelle.

Das Unternehmen "Herbstaster" (Abtransport von Wehrmachtgut aus dem bulgarischen Raum nach Saloniki) musste am 7.9.44 durch die Kriegserklärung Bulgariens an Deutschland abgebrochen werden. Die beiden Züge kehrten zur Kompanie zurück.
Für die Firma Schenker & Co. und die OT wurden mehrmals Begleitkommandos gestellt, so nach .Stavros, Langadas, Aliakmonbrücke, Gida und Polykastron. Laufend wurden 1 bzw. 2 Lkw für die Notstandskompanie l, Saloniki, zu Fahrten für AVL und HML gestellt.
Die Kfz.-Kontrollen am Dienstag und Freitag jeder Woche wurden weiterhin durchgeführt und hierbei 19 Kfz. wegen Beanstandungen zur Meldung gebracht. Ferner wurden  gem. Abteilungsbefehl wöchentlich 4 Ordnungsstreifen an verschiedenen Tagen zu verschiedenen Stunden durchgeführt.
Vom 13.9. - 28.9. und am 30.09. wurden 2 Sonderstreifen an den Ausfallstraßen nach Sedes und Arsakli - Stärke je 4 Feldgendarmen - Zeit 6.00 Uhr - 19.00 Uhr gestellt. Insgesamt 144 griech. Kfz., 1762 sonstige Fahrzeuge und  5071 Zivilpersonen kontrolliert. 3 Griechen wurden vorläufig festgenommen, der Geheimen Feldpolizei bzw. der 2. Kompanie überstellt, und 34 ungültige deutsche Ausweise eingezogen, sowie 2 Handgranaten sichergestellt. Zweck der Kontrolle war die Überwachung der nach. Saloniki kommenden Griechen, da V-Mann-Meldung besagte, daß laufend Kommunisten von außerhalb nach Saloniki hereinkämen.
Das Kommando Oberfähnrich Flurschütz (siehe oben) traf am 24.8.44 in Nisch ein und führte in der Zeit vom 25.8.-31.8. Erkundungsfahrten im Raum von Nisch-Belgrad durch. Zur Instandsetzung der Kfz. verblieb das Kommando bis einschließlich 7.9. in Belgrad. Vom 8.-12.9. führte es weitere Aufträge im Raum von Nisch durch; Unterstellung unter KANT 561. Am 15.9. Überwachung und Kontrolle von Betriebsstoff- und Kriegsgefangenenlagern. Rückkehr nach Belgrad. Vom 19.-20.9. Erkundungsfahrten im Raum von Kragujevac und Raska, vom 23.-24.9. in das Banat. Am 25.9. würde Begleitschutz gestellt und gleichseitig die Versorgungsbasis Bor aufgebaut. Ein weiterer Begleitschutz wurde nach Topola zu einem Munitionstransport gestellt.
An streifen- und einsatzfreien Tagen führte die Kompanie Waffen- und Geländeausbildung durch. Am 15.9. fand ein Scharfschiessen im Gelände, am 27.9. ein Schulschiessen statt.
Während der Berichtszeit wurden die ab 13.9.44 gestellten Sonderstreifen an den Ausfallstrassen nach Sedes und Arsakli weiterhin durchgeführt. Kontrolliert wurden alle griechischen Kfz., Zivilfahrzeuge und Zivilpersonen. Ungültige Ausweise wurden eingezogen. Ein Grieche wurde auf Grund des Fahndungsbuches vorläufig festgenommen und der Geheimen Feldpolizei übergeben. Dieser Grieche führte außer Medikamenten ein Päckchen Pulver und Bleikugeln mit.
Ein Sonderkommando unter Führung von Leutnant Sona wurde dem Hafenkommandanten Saloniki zur Überwachung und Einweisung aller Marineangehöriger in Saloniki gestellt.
Am 3.10. Kfz.-Kontrollen an den Ausfallstrassen nach Sedes, Arsakli und in der Soldatenallee. Hierbei wurden alle Kfz. listenmäßig erfasst, kontrolliert, alle Fahrbefehle eingezogen. Von 253 überprüften Kfz wurden 59 wegen Beanstandungen gemeldet.
Von 10.-l2.l0. Ablösung aller Kommandos und Herstellung der Marschbereitschaft.
Am I3.10. rückte die Kompanie aus Saloniki ab. Sie übernahm die Marschsicherung der O.Qu.-Kolonne der Heeresgruppe E. Der Marschweg führte über Gevgeli-Veles-Skoplje-Pristina-Kos.Mitrovica. Auf der Strecke zwischen Veles und Skoplje fand Bandenberührung ohne besondere Vorkommnisse statt. Die Kompanie traf am 16.l0.44 in Kos.Mitrovica ein. Der I. Zug wurde sofort nach Pristina verlegt und Oberst Langer zur Dienstleistung unterstellt.
II. und III. Zug übernahmen Verkehrsaufgaben in Kos.Mitrovica, besetzten die Sperrposten Nord und Süd, richteten Verkehrsposten im Stadtgebiet ein. Nach Zerstörung der Strassen durch Fliegerangriffe schleuste die Kompanie die Truppen durch. Ferner wurden Bahnhofstreifen gestellt. In Richtung Raska und Novi-Pazar wurden Straßenerkundungen und Begleitkommandos durchgeführt.
Bis 13.11. blieb die Kompanie in Mitrovica. Vom 4.-30.11. wurden l0 Feldgendarme dem Feldgendarmerietrupp z.b.V. 5ol (Versprengtentrupp) als Verstärkung zugeteilt.
Am 5.11. wurden Teile der Kompanie zu Bergungsarbeiten nach dem Luftangriff auf Mitrovica eingesetzt.
Am 13.11. wurden sämtliche Posten in Mitrovica durch Stomü des LIX. Armeekorps abgelöst.
Am 16.11. marschierte die Kompanie in Richtung Raska-Kraljewo-Cacak-Visegrad-Sarajewo weiter und traf am 3.12. in Sarajewo ein. Auf der Strecke wurden Verkehrsaufgaben im Auftrag des Generalkommandos XXXIV. Armeekorps wie Erkundung von Rastplätzen und Einweisung von Kolonnen im Raum von Kraljevo-Cacak durchgeführt.
Am 5.12. wurden im Raum von Sarajevo 5 Verkehrsposten und 2 Sperrposten eingerichtet. Ab 11.12. wurden 2 Feldgendarmen zur Überwachung des Transportes von Versprengten vom Rathaus zur Osman-Pascha Kaserne abgestellt. Ab 12.12. wurden 3 Feldgendarmen zur Verkehrsregelung im Bericht der Verwaltungs-Kompanie 833 eingesetzt. Diesem Posten oblag auch die Überwachung der Lagerhallen. Im Verlaufe seiner Tätigkeit konnte ein Sprengkörper in einer Lagerhalle festgestellt und unschädlich gemacht werden. Wegen unerlaubter Entfernung konnte ein Wehrmachtangehöriger festgenommen werden.
Neben erwähnter Tätigkeit wurde Unterricht, Fahrzeugpflege und Sacheninstandsetzung, sowie Bekleidungs- und Ausrüstungs-Appelle durchgeführt.

Unterstellungen:

    Heerestruppe Korück 501 3. Armee      
1940 Februar     6. Armee   Westen  
  Juli   Militärverwaltung Frankreich        
September           Wien
1941 Februar   Korück 560 12. Armee     Sofia, Saloniki, Athen
  August   Befehlshaber Südgriechenland        
1942 Januar     12. Armee      
1943 Januar       HG E   Balkan
               

Ersatz:

     

Quellen:

  • Georg Tessin
  • ZAMO 500 Fond 12483 Akte 163: Unterlagen der Ia-Abteilung der Feldgendarmerie-Abteilung (mot.) 501: KTB der Kompanien Feldgendarmerie-Abteilung (mot.) 501 zum Einsatz in Griechenland sowie Tätigkeitsberichte, 1.7.-31.12.1944

Buchhinweise: