16. Oktober: 1. Kompanie übernimmt
Verkehrsüberwachung auf der Strasse Schrunden - Grobin - Libau; 2. Kompanie
auf den Straßen Schrunden-Goldingen und Schrunden-Frauenburg. Ein Kommando
von 17 Feldgendarmen ist bei der Panzergruppe von Lauchert (AOK 16,
Kampfgruppe Zahn) im Einsatz; 3. Kompanie Einsatz in der Verkehrsüberwachung
auf den mot.-Straßen im Raum Frauenburg. Außerdem stellt die 3. Kompanie ein
Kommando aus 1/19 zum Begleitschutz des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe
Kurland
18. Oktober: Ein Zug der 2. Kompanie wird dem
Kampfkommandanten Libau zum Sondereinsatz unterstellt
20. Oktober: Einsatz der 3. Kompanie im Raum
Frauenburg unter Verkehrsstab Metzger ist beendet
21. Oktober: 3. Kompanie verlegt 2. Zug nach
Frauenburg und 3. Zug nach Berzini.
22. Oktober: Der Troß der 3. Kompanie
marschiert nach Frauenburg. Die 3. Kompanie übernimmt die
Verkehrsüberwachung auf den Straßen:
Frauenburg-Liesmas-Zemite
Frauenburg-Gaiku-Vane
Frauenbrug-Klinci-Petertale
Frauenburg-Lielblidiene
Frauenburg-Berzini-Kabile
28. Oktober: Ein Zug der 3. Kompanie wird auf
Befehl des OB der Heeresgruppe Kurland zur Verkehrsregelung und Auffangen
von Soldaten im Einsatzraum des
XXXVIII. Armeekorps eingesetzt
29. Oktober: Einsatz der 3. Kompanie im
bereich des
XXXVIII. Armeekorps mit Standposten in Namiki, Grabeni, Macit und
auf der Straße Kerklini - Kokmuiza. Außerdem Abstellung eines Kommando der
3. Kompanie aus 1/31 Feldgendarmen zur Razzia beiderseits der Straße
Zwarda-Auts nach Soldaten. Dabei wurden 13 Soldaten aufgefangen und der
Leitstelle des
XXXVIII. Armeekorps zugeführt.
30. Oktober: 3. Kompanie durchkämmt Waldstück
nordwestlich Kokmuiza bis Südspitze Kerklinusee nach Soldaten durch.
Außerdem Überwachung einer Teilstrecke Kokmuiza-Garakas aufgrund mehrerer
Blindgänger. Weiterhin Auskämmen von Trecks nach männlichen Zivilisten der
Jahrgänge 1914-1916 auf der Strecke Frauenburg-Zvarda-Kerklini mit
Standposten in Laucemicki, Gerini, Celmini, Zvarde und Riteli.

Abbildung: Strassenverkehrskarte AOK 18, Oktober 1944,
Quelle: ZAMO 500 Fond 12483 Akte 167 Seite 0052
01. November: Einsatz der 2. Kompanie zur
Verkehrsüberwachung auf den Straßen
Frauenburg-Goldingen
Schrunden-Frauenburg
Ein Zug der 2. Kompanie mit 1/21 Feldgendarmen wird
der Festungskommandantur Libau unterstellt. Ein weiterer Zug in Stärke von
17 Feldgendarmen kommt bei der Panzergruppe von Lauchert zum Einsatz.
Einsatz eines Kommandos der 3. Kompanie zum Durchkämmen eines Planquadrates
nach Versprengten.
04. November: Verkehrsüberwachung der 3.
Kompanie wie bisher und Aufstellung neuer Auffangposten in Celmini, Spoleni,
Zvejnieks, Krodzeni. Außerdem Strassenerkundung auf den Strecken
Frauenburg-Vane-Kabile-Frauenburg
Frauenbrug-Zemite-Liesmas-Frauenburg
06. November: 1. Kompanie
löst sich vom Einsatz auf der Straße Deksni-Rudbarzi heraus und übernimmt
die Verkehrsüberwachung auf der Straße Deksni-Hasenpoth. Der Troß der 2.
Kompanie marschiert von Smiltnieki nach Hasenpoth und bezieht in der
Poststraße 1 Quartier. Die Kompanie selbst führt weiterhin die
Verkehrsüberwachung auf der Straße Schrunden-Frauenburg durch und übernimmt
die Überwachung auf der Straße Weggabel Schrunden-Hasenpoth. Die 3. Kompanie
wird auf Befehl des Kommandeurs der Feldgendarmerie beim AOK 18 der 16.
Armee unterstellt. Die Kompanie errichtet eine neue Auffanglinie
südlich Frauenburg mit Posten in Vengi, südlich Osi, Karklini, Rezi, stellt
Verkehrsregelungs- und Auffangposten im Bahnhof Broceni, Zauri, Kreuzung
Abeles, Spoleni, Zvejnieki, Krodzini und stellt ein Kommando von drei
Feldgendarmen zur Einweisung der einrückenden Verbände in die um Striki
befohlenen Unterkunftsräume. Weiterhin bildet die Kompanie ein Kommando von
6 Feldgendarmen zur Erkundung der Straßen:
Auzinas-Kalnvezes-Leizetas-Auszini
Vane-Varieba-Bertuli-Langali-Jaunpils
Jaunpils-Batuzi-Gaiku-Gulbji-Kabile
Gobas-Sturisi-Bahnhof Latrini-Alpliesa-Liksi-Lepes-Jeras
Lejas-Skede-Gaunmuitza-Kisi-Kaulaci
09. November: 1. Kompanie
führt einen Sondereinsatz durch.
11. November: Der Troß der 2.
Kompanie wechselt das Quartier in Hasenpoth in die Katholische Straße Nr. 7
13. November: 3. Kompanie
führt in Stärke von 24 Feldgendarmen eine Razzia in Frauenburg nach Soldaten
und Zivilisten durch, die sich dort unberechtigt aufhalten. Es werden drei
deutsche, ein lettischer und drei Zivilisten der Ortskommandantur Frauenburg
übergeben.
14. November: Neuerlicher
Einsatz der 3. Kompanie im Stadtgebiet Frauenburg. Es wird ein lettischer
Polizist ohne Ausweispapiere der Geheimen Feldpolizei übergeben. Außerdem
führt die 3. Kompanie mit acht Feldgendarmen eine Überwachung folgender
Straßen durch:
Spoleni-Lemzere
Lemzeri.Zvarde
Straßenpunkt 141-Lemzere
Zvarde-Upenieki
19. November: 3. Kompanie führt in
Stärke von 14 Feldgendarmen Straßenerkundungen auf folgenden Strassen durch:
Biksit-Cepli-Auzini
Renge-Upesmuiza-Bahnhof Josta-Kalneji-LodesLeisi-Varpas-Upji
Modri-Lielblidiene-Kuksas-Krumesi-Kapukrogs-Varieba-Namiki-Gobzemji
Puijas-Tuski-Pilsblidiene-Kisi-Klauvas-Kabile
Zvarde-Lemzere-Lielciecere-Broceni-Gaiki
Eglites-Kalpaki-Frauenburg-Bites-Atputas-Aboli-Lipaiki-Lejas-Segli
Skrudas-Atputas-Birstini-Kroki-Ergi-Misinkolni-Goldingen
Birzi-Korklini-Sturisi-Butnari-Bahnhof Lasupe-Atplesas-Jeras
Kursisi-Ozolini-Satini-Zirnenieki-Strazdini-Cepli
20. November: 3. Kompanie
führt Strassenerkundungen in Stärke mit 14 Feldgendarmen wie am Vortage
durch. Außerdem stellt die Kompanie zwei Kommandos in Stärke von je zwei
Feldgendarmen zur Umleitung des Verkehrs auf der Strasse nordwestlich
Frauenburg
21. November: 3. Kompanie
stellt ein Kommando von 6 Feldgendarmen zur Erfassung der Zivilisten zur
erhöhten Schanzarbeit und Zuführung von Zivilisten die ohne Ausweis einer
Wehrmachtdienststelle sein, an die Ortskommandantur Frauenburg. Befehl des
Kommandeurs der Feldgendarmerie zur Aufstellung der Versprengtensammelstelle
Schrunden mit Aufstellung von Auffangposten an den Ortseingängen. Die Posten
an der Eisenbahnbrücke Ost- und Westufer der Windau sind im Besonderen als
Auffang- und Verkehrsregelungsposten eingesetzt.
22. November: 1. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 1/8 Feldgendarmen zum Sondereinsatz bei der
Kampfgruppe Thomaschki ab. Versprengtensammelstelle Schrunden nimmt zwei
Soldaten der Luftwaffe wegen Verdacht auf Fahnenflucht fest und übergibt
diese an das Gericht des
II.
Armeekorps.
23. November: 1. Kompanie
bildet drei Feldgendarmerie-Anwärter theoretisch und praktisch aus. 2.
Kompanie stellt Kommando in Stärke von 8 Feldgendarmen dem O.Qu. zur
Überwachung der Zivilisten im Schanzeinsatz zur Verfügung. 3. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 14 Feldgendarmen zum Durchkämmen eines
Planquadrates nach abgesetzten Fallschirmspringern.
24. November: Die Abteilung
stellt ein besonderes Ausweis- und Verdunkelungskommando in Stärke von 2
Feldgendarmen in Deksni auf. Verstärkte Truppenbewegungen und grundlose
Straßenverhältnisse auf der Straße Hasenpoth-Schrunden bedingen den Einsatz
eines 12-köpfigen Feldgendarm-Kommandos.
25. November: 1. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 4 Feldgendarmen zum Auffangstab 18 nach Grobin
und ein Kommando in Stärke von 3 Feldgendarmen zum Auffangstab 18 nach
Durben.
26. November: 2. Kompanie
stellt Kommando von 8 Feldgendarmen auf Anforderung der Ortskommandantur
Hasenpoth Aufgrund einer Schlägerei zwischen russischen Freiwilligen.
27. November: Verstärkter
Einsatz der 2. Kompanie auf der Straße Schrunden-Hasenpoth unter Beteiligung
des Kommandos Schrunden-Goldingen aufgrund von Marschbewegungen. Außerdem
Sperrung der Strasse Hasenpoth-Schrunden für Kettenfahrzeuge aller Art
aufgrund des grundlosen Straßenzustandes. Einrichtung eines Einbahnverkehrs
durch AOK 18/O.Qu. auf der Straße Libau-Grobin-Hasenpoth-Goldingen in
West-Ost-Richtung. Die 3. Kompanie stellt ein Kommando in Stärke von 2
Feldgendarmen zur Strassenerkundung der Straße
Frauenburg-Varoni-Goldingen-Kabile-Zeite-Tuckum-Petertale-Biksti-Lieblidiene-Frauenbund
der Straße Vane-Zabeln ab.
01. Dezember: 1. Kompanie
übernimmt Verkehrsüberwachung auf der Straße Deksni-Hasenpoth. Die 2.
Kompanie übernimmt Verkehrsüberwachung auf den Straßen Hasenpoth-Schrunden
und Schrunden-Goldingen und stellt ein Kommando von 1/21 an die
Festungskommandantur Libau ab. Die 3. Kompanie übernimmt Verkehrsüberwachung
in Frauenburg auf den Mot-Straßen:
Frauenburg-Gaiku-Vane-Upje-Zemite-Svites-Tuckum
Frauenburg-Berzini-Jaunmuitza-Kabile-Kaijaki-Zabeln
Frauenburg-Klinci-Remte-Irlavkrogs-Paukas-Tuckum
Außerdem stellt die Kompanie ein
Kommando von 1/19 als Begleitschutz zum Oberbefehlshaber der
Heeresgruppe
Kurland ab.
02. Dezember: Vorführung von
drei Häftlingen durch ein Kommando der 2. Kompanie im Auftrage der
Ortskommandantur Hasenpoth beim Gericht in Dzerve und Überstellung eines
Häftlings ins Armeegefängnis nach Libau.
05. Dezember: 1. Kompanie
übernimmt die Verkehrsüberwachung auf der Straße Hasenpoth-Grenzukrogs. Die
Übernahme der Posten in Grobin, an der Straßengabel Libau-Windau erfolgt
durch die Feldgendarmerie der
14. Panzer-Division und des Auffangstabes 18. Die 2. Kompanie
übergibt die Verkehrsüberwachung der Straße Hasenpoth-Grenzukrogs an die 1.
Kompanie und besetzt die Windauübergänge westlich Pateri und bei Krukas. Die
2. Kompanie stellt ein Kommando 1/8 zur Ortskommandantur Hasenpoth-Land ab,
zwecks Evakuierung von Flüchtlingen, nach Turlava ab. Die 3. Kompanie stellt
ein Kommando von 13 Feldgendarmen zum Durchkämmen der Gemeinde Lutrini nach
zivilen Arbeitskräften und Razzia nach Fahnenflüchtigen ab. Es werden 95
Zivilisten erfasst und der Ortskommandantur Frauenburg gemeldet.
07. Dezember: Festnahme eines
Fahnenflüchtigen Letten bei Brücke Segli und Überstellen an den SD in
Goldingen.
10. Dezember: Die 3.
Kompanie stellt ein Kommando 1/18 zur Razzia nach Lutrini ab. Es werden vier
Festgenommene der Geheimen Feldpolizei zugeführt und im Beweglichen
Heeresgefängnis Frauenburg abgeliefert. Verstärkter Einsatz von
Verkehrsstreifen auf der Straße Schrunden-Frauenburg wegen Marschbewegungen.
11. Dezember: 3. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 1/17 zur Festnahme von Zivilisten, die
dem Befehl zum Schanzen zu erscheinen, nicht nachgekommen sind. Eine
Zivilistin wurde der Ortskommandantur Frauenburg zugeführt. Durch 2.
Kompanie erfolgt Ablösung der Brückenposten an der Windau zwischen Schrunden
- Goldingen an den Brücken Cepli und Jeras.
12. Dezember: 2. Kompanie
führt verschärfte Personen- und Fahrzeugkontrollen, sowie Zählung in
Schrunden durch. 3. Kompanie stellt Kommando in Stärke von 2 Feldgendarmen
zur Festnahme eines Letten aus der Gemeinde Lutrini im Auftrage der Geheimen
Feldpolizei und Überführung desselben an die Ortskommandantur
Frauenburg.
13. Dezember: 2. Kompanie
führt Erkundung der Straßen und Windauübergänge im Raum Schrunden —
Goldingen durch. Mit 2 Zügen führt 2. Kompanie Pistolenschießen in
Schrunden durch.
14. Dezember: 3. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 2 Feldgendarmen zur Evakuierung einer Familie
in Frauenburg und Kommando in Stärke von 3 Feldgendarmen zur Erkundung der
Straßen:
Lielblidiene-Remte-Gaiki
Jaunpils - Jrlavkrogs
Irlavkrogs-Dzukste
Jrlavkrogs - Suntuli
15. Dezember: 2. Kompanie
überstellt durch 2 Feldgendarmen russischen Piloten zum Fliegerhost Grobin.
3. Kompanie stellt Kommando in Stärke von 12 Feldgendarmen zur Erfassung
aller nicht alarmierten Einheiten in Frauenburg anlässlich eines
Probealarms.
17. Dezember: 3. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 10 Feldgendarmen zur Erfassung der in
Frauenburg wohnenden Zivilisten.
19. Dezember: 3. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 2 Feldgendarmen zur Straßenerkundung
Frauenburg-Sturisi-Schule-Induli-Kumbri
21. Dezember: 1. Kompanie
übernimmt laut Einsatzbefehl Nr. 18 die Verkehrsüberwachung auf der Straße
Grenzukrogs-Schrunden. Die Streife in Grobin wird aufgehoben. Die 2.
Kompanie übergibt gemäß Einsatzbefehl Nr. 18 Verkehrsüberwachung auf Straße
Grenzukrogs-Schrunden an 1. Kompanie. Die freigewordenen Kräfte der 2.
Kompanie beziehen Auffanglinie auf Straße Schrunden-Frauenburg von Dutenie
bis Kalpaka, von Straßenkreuz Zirnenieki bis Tatzenji, bei Wegegabel
Frauenburg-Eisenbahnbrücke Schrunden-Frauenburg und 7o t Brücke Schrunden
mit dem Auftrag, alle aus Süden kommenden Versprengten aufzufangen und dem
I. Armeekorps zuzuführen. Festnahme eines russischen Fliegerhauptmanne und
Überstellung zur Fliegerhorstkommandantur 207/1. Ausfall eines
Kompanie-Angehörigen, der durch Bombensplitter verwundet wurde.
Außerdem führt 2. Kompanie Unterricht über laufende Befehle und
Pistolenschießen in Schrunden durch. Durch Bombensplitter wurden 4
Angehörige der 3. Kompanie verwundet.
22. Dezember: Rückkehr des
Eva- Kdos. der 2. Kompanie in Stärke von 1/8 Feldgendarmen von der
Ortskommandantur Hasenpoth - Land in Turlava. 3. Kompanie verlegt Troß von
Frauenburg nach Kepalas, Gemeinde Lutrini
25. Dezember: 1. Kompanie
stellt Sonderkommando in Stärke von 9 Feldgendarmen zum Durchschleusen der
32. Infanterie-Division durch Libau.
26. Dezember: 1. Kompanie
verlegt Führergruppe von Deksni nach Hasenpoth.
27. Dezember: 2. Kompanie
verlegt Kompanie-Befehlsstelle von Hasenpoth nach Schrunden.
28. Dezember:
Versprengtensammelstelle Schrunden wird in Weiterleitungsstelle 18
umbenannt. Mit der Leitung wird Leutnant Bizer beauftragt. 2. Kompanie
stellt Kommando in Stärke von 9 Feldgendarmen zur Nachevakuierung im Raum
der Ortskommandantur Hasenpoth - Land.
29. Dezember: Bei einem
Bombenangriff auf Frauenburg fiel ein Angehöriger der 3. Kompanie.
31. Dezember: 2. Kompanie
stellt in Verbindung mit Kampfkommandant Schrunden 2 Offiziere und 8
Feldgendarmen zur Fahndungsstreife nach einem Fernspähtrupp im Stadtgebiet.
Beginn 23.00 Uhr, Ende 01.01.1945 7.00 Uhr