Diese schwere Fla-Waffe
wurde ursprünglich von der Marine entwickelt, denn diese hatte als einziger
Truppenteil der Reichswehr die Erlaubnis derartige Geschütze zu entwickeln.
Nach 1933 gab die Luftwaffe ein schweres Fla-Geschütz in Auftrag. Die ersten
Versuchsbatterien wurden 1937/38 in Dienst gestellt. Einige dieser Kanonen
wurden auf offenen Eisenbahnloren montiert, oder fanden in den ersten
Kriegsmonaten Verwendung in der Luftverteidigung von Reichsstädten und
Industriegebieten. Die Pivotsockellafette wurde mit elektrisch angetriebenen
Richtmaschinen und einer automatischen Ladeeinrichtung versehen. Die
Feuerleitung selbst erfolgte dabei wie bei der 8,8-cm-Flak 18.
In der Folge wurden verschiedene Änderungen durchgeführt, wonach das
Geschütz die Bezeichnung 10,5-cm-Fla 39 erhielt. Das Geschütz erwies sich
der 8,8-cm-Flak 41 ballistisch als unterlegen, so das die Fertigung
eingestellt werden sollte.
Da die Produktion der 8,8-cm Kanone jedoch nicht befriedigte, wurden selbst
1944 noch immer 60 - 80 Kanonen monatlich ausgeliefert.
Kanonen solcher Art wurden in der Regel in Batterien zu vier Geschützen
eingesetzt. Ferner bei der Marine und als ortsfeste Geschütze auf
Sockellafetten.
Die Geschütze zeigten viele Fehler, da die elektrischen Teile nicht perfekt
funktionierten und die Truppe erst praktische Erfahrungen sammeln musste.
Die gemachten Erfahrungen und Ergebnisse mündeten dann in die o.g.
10,5-cm-Flak 39.
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