Technische Daten:
Art des Schiffes: Hilfskreuzer aus
Motor-Frachtschiff umgebaut
Schwesterschiffe als HSK: HSK V (5) "PINGUIN" ex "KANDELFELS",
als MS: "EHRENFELS", "HOHENFELS", "MOLTKEFELS", "NEIDENFELS",
"TANNENFELS";
mit langer Back: "KANDELFELS", "KYBFELS"
Baubeginn: 1936
Stapellauf: 31. Mai 1937
Probefahrt: 27.Januar1938
Bauwerft: Bremer Vulkan Schiffbau- & Maschinenbau-Gesellschaft,
Bremen-Vegesack
In Dienst als HSK 2: 19. Dezember 1939
Größe: 7862 BRT als Handelsschiff; 17600 ts Deplacement als
Hilfskreuzer
Länge über alles: 155 m
Breite: 18,6 m
Tiefgang: 8,2 m
Maschinenart: 2 Bremer Vulkan Sechszylinder Diesel mit Getriebe auf 1
Welle
Maschinenleistung: 7600 PS
Geschwindigkeit: 16 kn
Fahrbereich: 60.000 sm bei 10 kn mit 3500 cbm Treiböl
Besatzung: 22 Offiziere, 328 Mannschaften einschl. 4 Prisenkommandos
Bewaffnung:
6 x Torpedobootskanonen, 15 cm
1 x poln. Kanone 7,5 cm
2 x Flak 3,7 cm als Zwilling
4 x Fla-MG, 2 cm
4 x Torpedorohre 53,3 cm als Zwillinge seitlich über dem Wasser
Bordflugzeug 1 He 114 (1 Reserve), ab März 19413 Arado 196
in
Friedenszeiten fuhr das 7862 BRT große Schiff unter der Flagge der
Reederei D. D. G. "Hansa" in Bremen unter dem Namen "GOLDENFELS",
in nur 99 Tagen gelang es der Deschimag-Werft, die "ATLANTIS" als
Hilfskreuzer einsatzbereit zu machen
unter Führung
von Kapitän zur See Rogge lief der
Hilfskreuzer am 31. 3. 1940 von
Wilhelmshaven zu einer Kaperfahrt aus, 622 Tage kreuzte die "ATLANTIS"
im Südatlantik, Indischen Ozean und Pazifik, 22 gegnerische
Handelsschiffe mit 145.698 BRT konnten in diesen Seegebieten aufgebracht
werden
bei einer
Versorgung der U-Boote U 68 und U 126 am
23.11.1941 im Südatlantik wurde "ATLANTIS" vom britischen
Schweren Kreuzer "DEVONSHIRE" gestellt und musste sich, da der
Kreuzer außerhalb der eigenen Waffenwirkung blieb, selbst versenken, die
Besatzung wurde zunächst von den U-Booten und dem Versorger "PYTHON"
aufgenommen, doch schon wenige Tage darauf, am 1.
12. 1941, wurde die "PYTHON" vom englischen Schweren
Kreuzer "DORSETSHIRE" ebenfalls gestellt und versenkt, beide
Besatzungen konnten jedoch nach einer groß angelegten Rettungsaktion
durch die deutschen U-Boote U A, U 68, U 124, U 129 und die
italienischen "E. TAZZOLI", "G. FINZI", "P. CALVI",
"L. TORELLI" in die Heimat gebracht werden